Erstellt am 29. Dezember 2012, 13:38

Haselsteiner kritisiert Stronachs Polit-Engagement. Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner hat am Samstag zu einem politischen Rundumschlag ausgeholt.

Im Ö1-Mittagsjournal meinte er im Lichte des Salzburger Finanzskandals, ihm komme "die Galle hoch, wenn es von Landeshauptleuten heißt, die Budgethochheit der Länder darf nicht gefährdet werden, die Strukturen aber schlicht überfordert sind". Auch das Polit-Engagement Frank Stronachs kritisierte er.

Stronach werde sich mit seinem Ausflug in die Politik sein Image ruinieren, was Haselsteiner als "bedrückend" bezeichnete. "Stronach ist hier falsch beraten" und werde nach einer Legislaturperiode als politische Eintagsfliege enden. Ein Einzug des Team Stronachs nach den Nationalratswahlen ins Parlament werde am maroden Gesamtzustand der Politik zudem "nichts ändern", so der Vorstandsvorsitzende des Baukonzerns. "Ohne ein fundiertes Programm gibt es auch keine Berechtigung, in die Politik zu gehen", teilte Haselsteiner, ehemaliger Politiker des Liberalen Forums, aus.

Die Politik erzürnt Haselsteiner derzeit offenbar besonders, denn zum Superwahljahr 2013 äußerte er keine Hoffnungen, sondern die Befürchtung, dass es Enttäuschung und Entmutigung bringen werde - "wenn die Parteien nix dazulernen". Er wandte sich zudem gegen eine Vermögenssteuer.

Zur gesamten Baubranche meinte Haselsteiner, es werde schon irgendwann wieder aufwärts gehen; bis dahin werde man sich aber noch etwas Speck abtrainieren müssen. Für seinen Konzern mit zuletzt rund 13 Mrd. Euro Umsatz, an dem Haselsteiner über eine Familienstiftung 30 Prozent hält, bekräftigte er das Ziel, zur Nummer 1 in Europa werden zu wollen.