Erstellt am 05. Juli 2011, 12:12

Heimische Unis in Jus und Politik abgeschlagen. Unter "ferner liefen" rangieren die österreichischen Unis im internationalen Vergleich in den Fächern Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft. Beim am Dienstag veröffentlichten "QS World University Ranking" findet sich keine heimische Hochschule unter den 150 (Politikwissenschaften) bzw. 100 (Jus) besten Unis.

Dagegen konnte sich die Uni Wien in Soziologie, Statistik und Volkswirtschaftslehre auf den Rängen 101-150 platzieren. Die Technische Universität (TU) Wien schaffte es in Statistik sogar unter die Top-100, die Uni Innsbruck in "Accounting & Finance" (Rechnungs- und Finanzwesen) auf die Plätze 151-200.

QS bezeichnet sich selbst als weltweit führender Informationsspezialist im Bereich höhere Bildung. Bis 2010 hatte das Unternehmen für das World University Ranking des Times Higher Education-Magazins die Daten ausgewertet.

Bewertet wurde die Reputation des Fachs an den jeweiligen Unis durch die akademische Welt und durch Arbeitgeber sowie Zitationsraten wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Dabei finden sich die US-Universität Harvard und die beiden britischen Unis Cambridge und Oxford in der Spitzengruppe, die - je nach Fach - noch durch die London School of Economics (LSE), die Universität Stanford und andere ergänzt wird. Auffallend ist, dass bei den von QS herangezogenen Bewertungskriterien keine einzige kontinentaleuropäische Universität die angloamerikanische Universitäts-Phalanx bei den Top-10 durchbrechen konnte.

Dass sich die Bewertung von akademischer Welt und Arbeitgebern oft erheblich unterscheidet, zeigt im Bereich Soziologie etwa die LSE und das Massachusetts Institute of Technology (MIT): von den Arbeitgebern auf die Plätze vier und fünf gereiht, kommt die LSE nach Meinung von Wissenschaftern nur auf Platz zehn, das MIT nur auf Platz 19.