Erstellt am 06. Mai 2011, 11:20

Heimische Unis in Lebenswissenschaften hinterher. Nach dem enttäuschenden Abschneiden österreichischer Universitäten bei den "QS World University Rankings" für technische Fächer zeigt sich auch im Bereich der Lebenswissenschaften Psychologie, Medizin und Biowissenschaften ein ernüchterndes Bild. Mit der Medizinischen Universität Wien und der Universität Wien schaffen es nur zwei heimische Hochschulen in die Liga der 200 besten Einrichtungen.

Nach dem enttäuschenden Abschneiden österreichischer Universitäten bei den "QS World University Rankings" für technische Fächer zeigt sich auch im Bereich der Lebenswissenschaften Psychologie, Medizin und Biowissenschaften ein ernüchterndes Bild. Mit der Medizinischen Universität Wien und der Universität Wien schaffen es nur zwei heimische Hochschulen in die Liga der 200 besten Einrichtungen.

Während die MedUni Wien in Medizin und die Uni Wien in Biowissenschaften auf den nicht extra ausgewiesenen Plätzen 101 bis 150 rangieren, sucht man österreichische Institute beim Fach Psychologie vergeblich in der Liste. Den Thron erobert hat in allen drei Lebenswissenschaften die amerikanische Elite-Universität Harvard.

Im angesehenen Bereich Medizin resultiert die Spitzenplatzierung Harvards laut QS aus deren Pionierarbeit in der embryonalen Stammzellenforschung, die in Zusammenarbeit mit dem drittplatzierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) am häufigsten durch andere Wissenschafter zitiert wurde. Neben Zitaten als Indikatoren für die Qualität der Forschung beziehen die drei Rankings auch Beschäftigungsfähigkeit und Forschungsqualität mit ein, wofür Tausende von Akademikern und Arbeitgebern befragt wurden.

Auch die University of Cambridge, die im Medizin-Ranking den zweiten Platz erreicht, hat in der Stammzellenforschung auf sich aufmerksam gemacht, als der Wissenschafter Martin Evans vergangenes Jahr den Nobelpreis für seine bahnbrechenden Ergebnisse auf diesem Gebiet erhielt. In den USA hatte die Regierung unter George W. Bush die ethisch umstrittene Forschung mit einem Finanzierungsverbot belegt, das Präsident Barack Obama vor zwei Jahren wieder aufhob. In Österreich hingegen ist die Herstellung embryonaler Stammzellen verboten, der Import und die Forschung jedoch nicht geregelt.

Neben Harvard, MIT und Cambridge befinden sich auch die US-Elite-Uni Stanford und die Oxford University unter den Top 5 in allen drei Rankings.