Erstellt am 04. September 2011, 07:54

Heinisch fordert Ausbau der Kinderbetreuung. Frauenministerin Heinisch-Hosek fordert noch Verbesserungen beim Ausbau des Kinderbetreuungsangebots. Konkret möchte sie die Zahl der Schließtage reduziert sehen, wie die Ressortchefin in einer Stellungnahme zur 15a-Vereinbarung mit den Bundesländern über den Ausbau des institutionellen Kinderbetreuungsangebotes kundtut. An sich begrüßt die SPÖ-Ministerin die Maßnahmen freilich.

Der Gemeindebund äußerte grundsätzliche Bedenken etwa was die Widmung der Bundeszuschüsse betrifft. Dieser sollte nicht strikt an den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder mit einem bestimmten Alter gebunden sein, fordern die Gemeinden. Sie wollen hingegen frei entscheiden können über Verbesserungen der Öffnungszeiten, der Ferienschließzeiten oder der Infrastruktur.

"Nicht akzeptabel" ist für den Gemeindebund auch die geplante Vereinbarung, wonach ein Kindergarten nur dann als "ganztägige Einrichtung" gelten soll, wenn er für Drei- bis Sechsjährige mindestens 47 Wochen im Jahr geöffnet hat. Kritisiert wird weiters der Umstand, dass halbtätige Kindergärten keine Fördermöglichkeiten mehr erhalten. Die Festlegung von bundeseinheitlichen Mindeststandards sei angesichts der bereits bestehenden hohen Standards "entbehrlich".

Heinisch-Hosek zeigte sich über die Verbesserungen bei der "sehr hohen Zahl" an Schließtagen erfreut. Die Ministerin kritisierte allerdings die unterschiedliche Definition der Schließzeiten für Drei- bis Sechs-Jährige (fünf Wochen) und für Unter-Drei-Jährige (22 Wochen), diese sollten angeglichen werden. "Es erscheint nicht nachvollziehbar, weswegen für Kinder unter drei Jahren Ganztagsbetreuung etwas anderes bedeuten sollte, als für Über-Drei-Jährige", so Heinisch-Hosek.