Erstellt am 28. Mai 2013, 07:50

Heinisch-Hosek für Einkommensberichte-Erweiterung. Frauenministerin Heinisch-Hosek hat am Montagabend bei einem Treffen mit den Sozialpartnern ihre Forderungen für die nächste Legislaturperiode diskutiert.

Um die Einkommenstransparenz zu verbessern, wünscht sie sich etwa Sanktionen für säumige Unternehmen, auch sollen die verpflichtenden Einkommensberichte auf kleinere Firmen ausgeweitet werden. Dies haben die Gesprächspartner freilich nicht zugesagt, man sei sich jedoch einig, dass "schwarze Schafe", also Betriebe, die sich nicht an die Verpflichtung halten, nicht toleriert werden.

Die Ressortchefin hat Vertreter der Arbeiterkammer, der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer, des Gewerkschaftsbundes und der Landwirtschaftskammer geladen, um die bereits in den vergangenen Jahren erzielten Fortschritte bei der Einkommenstransparenz zu besprechen. Rund elf Prozent der Unternehmen erstellten allerdings keinen Einkommensbericht. "Wir waren uns darüber einig, dass schwarze Schafe keinesfalls zu tolerieren sind. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, einen Einkommensbericht zu legen", so Heinisch-Hosek.

"Auch in der nächsten Legislaturperiode wollen wir gemeinsam Maßnahmen schnüren, damit sich die Lohnschere schneller schließt", erklärte die Ministerin. So gebe es auch das Commitment, dass am Instrument der Einkommensberichte gemeinsam weitergearbeitet werden soll. Heinisch-Hosek drängt etwa auf Verwaltungsstrafen abhängig von der Unternehmensgröße für jene Firmen, die sich nicht an die Verpflichtung halten.

Weiters sollten auch kleine Betriebe Berichte erstellen, ab 2014 gilt die Verpflichtung ab einer Firmengröße von 150 Mitarbeitern. Hierzu gibt es allerdings noch keine Zusagen der Gesprächspartner, man habe lediglich das Thema diskutiert. Die Sozialpartner wollen sich künftig aber intensiver und regelmäßig zum Nationalen Aktionsplan Gleichstellung austauschen.