Erstellt am 29. November 2011, 11:31

Heinisch-Hosek will bei Beamten nicht nachbessern. Die Lage bei den Beamtengehaltsverhandlungen bleibt kritisch. Beamtenministerin Heinisch-Hosek betonte am Dienstag vor dem Ministerrat, dass sie ihr Angebot einer Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent nicht nachbessern werde: "Das ist mein letztes Angebot."

Beamtenchef Neugebauer, der an der Vorbesprechung der ÖVP zum Ministerrat teilnahm, konterte gelassen: "Bleiben wir bei der Realität."

Am Nachmittag beraten Beamten- und Gemeindebedienstetengewerkschaft, wie man auf das Angebot der Dienstgeberseite reagieren soll. Heinisch-Hosek kann sich dabei vorstellen, dass die Gewerkschafter einen Vorratsbeschluss für Kampfmaßnahmen fassen könnten. Dass es tatsächlich zu Streiks kommt, erwartet die Ministerin hingegen nicht. Sie glaube, dass die Vernunft siegen werde. Immerhin biete ihr Angebot die Möglichkeit kleineren und mittleren Einkommen die Inflation voll abzugelten.

Neugebauer verzichtete auf Drohungen und verwies darauf, dass man nun einmal nach einem Gesprächstermin in dieser Woche suche. Gleichzeitig stellte er auch klar, dass die Gewerkschaft kampffähig sei, wenn es sein müsse. Nur weil Winter sei, könne man trotzdem auf die Straße gehen, erklärte er auf eine entsprechende Frage: "Die Leute können sich warm anziehen."