Erstellt am 28. Juni 2011, 12:27

Heinisch-Hosek will Papa-Monat in Privatwirtschaft. Frauenministerin Heinisch-Hosek hat am Dienstag auf die Einführung eines Papa-Monats auch in der Privatwirtschaft gedrängt. Im Bundesdienst gebe es ja seit 1. Jänner 2011 diese Regelung, meinte die Ressortchefin und zeigte sich erfreut, dass nun auch Beschäftigte der Stadt Wien die Möglichkeit bekommen.

"Es wird Zeit, hier eine Lösung für die Privatwirtschaft zu finden", erklärte Heinisch-Hosek.

Männer, die bei der Stadt Wien beschäftigt sind, haben künftig einen Anspruch auf ein Monat Väterkarenz. Der entsprechende rot-grüne Initiativantrag soll am Donnerstag im Wiener Landtag beschlossen werden, kündigte Personal- und Frauenstadträtin Frauenberger an. Heinisch-Hosek zeigte sich erfreut und sprach von einem "wichtigen Schritt zu mehr Väterbeteiligung".

Die Frauenministerin pocht aber auf die Einführung des Papa-Monats auch in der Privatwirtschaft: "Es gibt immer mehr Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die den Wert von Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die männlichen Beschäftigten aber auch für die Unternehmen erkennen." Laut Angaben ihres Büros haben Beschäftigte der Arbeiterkammer oder des ÖGB Anspruch auf vier Wochen bezahlten Sonderurlaub. Im Kollektivvertrag Finance sind ebenfalls maximal vier Wochen vorgesehen (bei einem gemeinsamen Haushalt, während des Mutterschutzes). Auch im Rahmenkollektivvertrag Forschung sind maximal zwei Wochen bezahlter Sonderurlaub vorgesehen - dadurch gebe es etwa Betriebsvereinbarungen bei Salzburg Research oder Joanneum Research.