Erstellt am 15. Februar 2012, 00:00

Heuer kein Baubeginn. RESTSTOFFANLAGE HEILIGENKREUZ / Auch für das heurige Jahr ist ein Baubeginn nicht in Sicht. Ob jemals gebaut wird, ist ungewiss.

Im Februar 2009 luden Greenpeace-Aktivisten Müll vor der BEGAS-Zentrale in Eisenstadt ab, um gegen die geplante Reststoffverwertungsanlage in Heiligenkreuz zu protestieren. Von den geplanten 250.000 Tonnen Restmüll, die dort verbrannt werden sollten, sollten mindestens 120.000 Tonnen aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland herbeigeschafft werden. SEEBACHER  |  NOEN
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VON DORIS SEEBACHER

Fast sechs Jahre ist es nun her, dass die BEGAS zum ersten Mal ihre Pläne zur Reststoffverwertungsanlage in Heiligenkreuz präsentierte. Der Baubeginn wurde von Jahr zu Jahr verschoben. Zuletzt hieß es, Baubeginn könnte Ende 2012 sein.

Aktueller Stand: „Mit einer sehr hohen Sicherheit kann ich sagen, dass es auch 2012 zu keinem Baubeginn kommen wird“, so BEGAS-Vorstandsdirektor Leopold Buchmayer. Denn man warte noch immer auf ein Urteil vom Gericht. „Solange der Entscheid nicht da ist, wird es auch zu keiner Entscheidung über einen Baubeginn kommen“, so Buchmayer.

Abhängig auch vom Markt,  ob mit Bau begonnen wird

Was jedoch im Falle eines positiven Bescheides passieren werde, könne er auch noch nicht definitiv sagen. „Erst dann werden wir weiter überlegen“, so Buchmayer. Viel hänge auch von der Rohstoffsituation ab, die dann vorherrsche. „Man muss den Markt beobachten“, so Buchmayer. Er weist jedoch darauf hin, dass in der Vergangenheit bereits neue Gasfelder gefunden wurden und eine Verknappung, wie es sie noch vor fünf Jahren gab, momentan nicht zu befürchten sei.

Bei der BEGAS hofft man natürlich, dass es irgendwann doch noch zu einem Baubeginn kommen werde, denn man habe bereits viel investiert.

Verhandlungen mit Mülllieferanten außerhalb des Burgenlandes, die den benötigten Restmüll anliefern sollten (siehe unten), wurden noch keine geführt.