Erstellt am 19. August 2011, 11:47

Hochschullehrer-Gewerkschaft fordert Lösungen. Die Hochschullehrer-Gewerkschaft fordert von der Politik eine Lösung beim Hochschulzugang. "Entweder ich lasse nicht alle in die Uni rein oder ich lasse alle rein und lasse sie dann nicht durch - irgendwo muss ein Nadelöhr sein", so der Vorsitzende Richard Kdolsky.

Solange von der SPÖ dazu keine Zustimmung kommt, müssten sich die Unis weiter mit Notmaßnahmen behelfen.

Kdolsky meinte damit, die Unis müssten weiter versuchen, den Geldmangel durch Verkleinerung des Verwaltungsapparats und Personalabbau auszugleichen. Irgendwann werden die Unis ebenso erfolgreich ausgehungert wie das Bundesheer, sagte Kdolsky. "Und irgendwann wird es krachen."

Schon jetzt sei die Situation an den Unis teils unzumutbar: Das Verhältnis von Studenten zu Lehrenden sei zu hoch, es gebe zu wenig Personal für Diplomprüfungen, bis heute habe nicht einmal jeder Universitätsassistent einen eigenen Arbeitsplatz oder PC.

Das Problem der Unis ist aus Kdolskys Sicht "im Wesentlichen ein politisches": Die Politik definiere etwa nicht, ob die Hauptaufgabe der Unis Forschung oder Lehre sei. "Je schwammiger die Aufgaben definiert sind, umso leichter kann ich Einsparungen fordern." Die Unis "wollen und brauchen" Planbarkeit, so Kdolsky. "Diese herzustellen ist eine Aufgabe, die unsere liebe Politik seit 20 Jahren nicht zu lösen bereits ist."

In den angekündigten Hochschulplan, der nicht nur aus Sicht der ÖVP sondern auch der SPÖ ein "Mengengerüst" enthalten soll, setzt er keine großen Hoffnungen. Allerdings sei jede Planbarkeit für die Unis besser als das derzeitige System, bei dem Geld nach dem Zufallsprinzip dort hineingestopft werde, wo es "die größten Schreihälse" gebe. "Viel schlechter kann's nicht mehr werden."