Erstellt am 10. Juni 2013, 09:58

Hochwasser - Niessl: Dienstfreistellung für Feuerwehrleute regeln. Eine bundesweite Regelung zur Dienstfreistellung von Feuerwehrleuten bei Katastropheneinsätzen hat am Montag Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (S) gefordert.

 |  NOEN, Stefan Obernberger
Im Burgenland werde Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren und anderer Blaulichtorganisationen, die im Landes- oder Gemeindedienst beschäftigt sind, jährlich bis zu zehn Tage bezahlter Sonderurlaub für Einsätze und Schulungen gewährt. Eine ähnliche Lösung müsse es auch für Feuerwehrleute geben, die in der Privatwirtschaft beschäftigt sind, so Niessl in einer Aussendung.

Mitglieder der Einsatzorganisationen wie die Freiwilligen Feuerwehren, die im Katastrophenschutz eingesetzt werden und bei privaten Firmen beschäftigt sind, sollten ebenfalls von ihren Betrieben freibekommen. Die Unternehmen sollten dafür eine entsprechende Entschädigung über den Katastrophenfonds erhalten, schlug Niessl vor und sprach sich für eine Lösung noch vor den Nationalratswahlen aus. Das Burgenland sei selbstverständlich bereit, einen entsprechenden finanziellen Beitrag zu leisten.

Wie viel Risiko Feuerwehrleute auf sich nehmen, zeige die Hochwassersituation der vergangenen Tage. Die Rahmenbedingungen für den Einsatz der Feuerwehrmitglieder müssten weiter verbessert werden: „Eine einheitliche Regelung für die Dienstfreistellung muss sicherstellen, dass es im Einsatzfall weder für das betroffene Feuerwehrmitglied noch für den Arbeitgeber wirtschaftliche Nachteile gibt“, erklärte der Landeshauptmann.