Erstellt am 24. April 2016, 21:13

Hofer hängte Mitbewerber im Burgenland klar ab. Mit einem Stimmenanteil von 42,8 Prozent hat FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer am Sonntag im Burgenland seine Mitbewerber klar abgehängt.

Norbert Hofer  |  NOEN, HELMUT FOHRINGER (APA)
Für den Südburgenländer wurde der Urnengang im östlichsten Bundesland zum "Heimspiel": Mit fortschreitendem Nachmittag tauchte sich die Landkarte des Burgenlandesin ein Blau, aus dem nur vereinzelt rote oder schwarze Farbtupfer hervorstachen.
 
Hofer konnte in drei Gemeinden, darunter auch seine HeimatgemeindePinkafeld, mehr als 60 Prozent der Stimmen einfahren. Einen Nuller sucht man beim FPÖ-Kandidat in der Resultateliste vergebens. Die niedrigste Zustimmung erreichte Hofer in Stinatz mit 22,6 Prozent.

Rote Farbtupfer, etwa in Baumgarten, Neutal oder Stinatz, hatten Anteil daran, dass SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer mit 17,5 Prozent auf Platz Zwei landete. Damit könnte sich Platz Eins im Ranking der SPÖ-Landesparteien ausgehen, wenn auch diesmal auf bescheidenem Level. Abgesehen von Tschanigraben (55 Prozent) kam Hundstorfer nirgends auch nur annähernd in die Gegend von 50 Prozent.

Van der Bellen fünfmal über 20 Prozent

Die ÖVP konnte mit Andreas Khol in Bildein mit 37,1 Prozent am stärksten punkten. In Tschanigraben ging der Kandidat der Volkspartei hingegen leer aus. In weiteren 47 Kommunen blieb das Ergebnis vor dem Komma einstellig.

Alexander Van der Bellen kam in fünf Gemeinden über die 20-Prozent-Marke, eine Null-Nummer suchte man auch bei ihm am Sonntag in den burgenländischen Gemeindeergebnissen vergebens. Am besten schnitt er im Kurort Bad Sauerbrunn mit 27,1 Prozent ab.

Der Zuspruch für Irmgard Griss bewegte sich im Burgenland von drei Prozent in Wiesfleck bis 18,4 Prozent in der Bezirkshauptstadt Neusiedl am See. Auch in Eisenstadt konnte sich die Präsidentschaftskandidatin mit 17,1 Prozent gut behaupten.

Wahlbeteiligung deutlich höher

Richard Lugner teilte mit Khol das Los, in Tschanigraben keine einzige Wählerstimme abholen zu können. In den übrigen Kommunen desBurgenlandes blieb der Baumeister unter der Marke von fünf Prozent, der er in Markt Neuhodis (4,55 Prozent) am nächsten kam.

Mit 70,95 Prozent lag die Wahlbeteiligung im Burgenland diesmal deutlich höher als bei der Bundespräsidentenwahl 2010 (67,3 Prozent). An der Spitze der Wahlbeteiligung lag Heugraben mit 86,1 Prozent, Schlusslicht war Tschanigraben mit 45,7 Prozent. Den verhältnismäßig größten Anteil an ungültigen Stimmen gab es in Markt St. Martin mit 5,2 Prozent. Schandorf hingegen blieb burgenlandweit die einzige Gemeinde mit 100 Prozent gültig abgegebenen Stimmen.