Erstellt am 02. März 2016, 06:39

von Alexandra Gollubics-Prath

Hofer holen „Alt-Lasten“ ein. Gegen FP-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer tauchen alte Vorwürfe aus seiner Zeit als Landespolitiker wieder auf.

Konfrontiert mit alten Vorwürfen sieht sich Norbert Hofer. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv
Mitten im Bundespräsidentschafts-Wahlkampf gelangt in Bezug auf den burgenländischen Kandidaten Norbert Hofer (FP) eine brisante Affäre wieder an die Oberfläche. Die Wochenzeitung „Falter“ griff die über zehn Jahre zurückliegende Postenschacherei der burgenländischen Freiheitlichen wieder auf.

„Kopf der Geschichte war eindeutig Norbert Hofer“

2005 hatte der damalige FP-Klubchef Manfred Kölly für den Fall einer Niederlage bei der Landtagswahl mit der SPÖ schriftlich vereinbart, einen Posten als „Geschäftsführer oder als Vorstandsmitglied in einem landesnahen Betrieb oder in einer Tochtergesellschaft eines landesnahen Betriebes“ zu erhalten.

Außerdem wurde festgehalten, dass die FPÖ „zumindest fünf Personen“ für Tätigkeiten in landesnahen Betrieben nominieren darf. Als Klubdirektor an der Erstellung des „Geheimpapiers“ beteiligt war Norbert Hofer.

Kölly wurde nach Auffliegen der Affäre 2006 „wegen parteischädigenden Verhaltens“ aus der FPÖ ausgeschlossen, für Hofer gab es keine Konsequenzen. Er will allerdings auch im Auftrag Köllys gehandelt haben – was dieser nach wie vor entschieden zurückweist. „Kopf der Geschichte war eindeutig Norbert Hofer und dazu soll er endlich stehen“, betont der nunmehrige LBL-Chef Kölly gegenüber der BVZ.