Erstellt am 28. September 2011, 00:00

Hoffen auf neue, volle Töpfe. FÖRDERUNGEN / Das Burgenland hat gute Chancen auf weiteren Geldsegen aus Brüssel. Auch ein neues Büro samt Mitarbeiterin in Europas Hauptstadt soll dabei helfen.

Das historische Bild vom Ende des Eisernen Vorhangs an der burgenländischen Grenze ziert das Büro von Regional-Kommissar Johannes Hahn (2.v.r). Beim Treffen mit Christian Illedits und den Landeshauptleuten Hans Niessl und Michael Häupl (v.l.) ging es um ein anderes Ende: nämlich dem Auslaufen der Ziel-1-Förderungen.  |  NOEN, SZIDERICS

VON MARKUS STEFANITSCH

(AUS BRÜSSEL)

Die Brüsseler Mühlen mahlen langsam. Das Burgenland, mit Landeshauptmann Hans Niessl an der Spitze, kämpft seit einigen Monaten um die künftigen Förderungen für das ehemalige Ziel-1-Gebiet der Europäischen Union. Konkret geht es um den sogenannten Status einer Übergangsregion: Also nicht mehr Ziel-1, aber noch nicht Ziel-2-Gebiet. Der einzige, aber wichtigste Unterschied dieser beiden Definitionen, ist die Höhe der Förderungen.

Lange und zähe  Verhandlungen

Bereits seit einem Jahr laufen die konkreten Verhandlungen über den künftigen Status des Burgenlandes und ähnlichen Regionen in der EU. Das östlichste Bundesland Österreichs hat zahlreiche Ordner und Mappen mit Statistiken und Unterlagen nach Brüssel gebracht, um die nachhaltige Entwicklung des Landes und die Sinnhaftigkeit der Förderungen zu belegen. In der Vorwoche bekamen Landeshauptmann Hans Niessl und Burgenlands Vertreter im Ausschuss der Regionen, Christian Illedits, gute Nachrichten vom zuständigen Regionalkommissar Johannes Hahn: „Die Chancen, dass das Burgenland eine Übergangsregion wird, stehen ganz gut.“ Über die genaue Höhe der Förderungen und den Zeitpunkt, wann die neuen Töpfe bereitstehen könnten, wollte sich Hahn allerdings noch nicht festlegen. „Es ist ganz wichtig für das Burgenland, auch nach dem Auslaufen der jetzigen Förderperiode 2013 attraktive Fördermöglichkeiten zu bekommen“, so Landeshauptmann Hans Niessl im Rahmen des Arbeitsbesuches in Brüssel in der Vorwoche.

Dort wurde auch das neue Burgenland-Büro eröffnet (siehe Seite 6). In Zusammenarbeit mit dem Wiener Verbindungsbüro wird künftig die studierte Betriebswirtin Kristina Schaberl die burgenländischen Geschicke in Europas Hauptstadt leiten. Schaberl löst die langjährige Leiterin Andrea Krainer ab, mit der sich das Land Burgenland im Einvernehmen getrennt hat. Schaberl wird zwischen Brüssel und Eisenstadt pendeln.