Erstellt am 04. Juli 2011, 12:40

Hohe Zustimmung für einheitliches Spitalsgesetz. Das von der Bundesregierung angepeilte einheitliche Krankenanstaltengesetz stößt in der Bevölkerung auf hohe Zustimmung.

Das von der Bundesregierung angepeilte einheitliche Krankenanstaltengesetz stößt in der Bevölkerung auf hohe Zustimmung. Nach aktuellen der aktuellen Umfrage "Gesundheitsbarometer" hielten 74 Prozent der Befragten die Kompetenzverlagerung von den Ländern zum Bund für sinnvoll. Zustimmung gab es auch für Zielvorgaben für die Länder sowie für die Spezialisierung der Spitäler.

Nur 17 Prozent wollen die derzeitigen Landesgesetze für die Spitäler beibehalten. Politikwissenschafter Peter Filzmaier, dessen Institut für Strategieanalysen dies unter 1.007 Personen über 16 Jahren erheben ließ, wertete das als Absage an einen "falsch verstandenen Lokalpatriotismus". Zufrieden zeigte sich Gesundheitsminister Stöger. Er sei "erfreut"über diese Unterstützung für seine Reformpläne.

Stöger wünscht sich, dass eine entsprechende Reform mit 31. Dezember 2013 umgesetzt werden soll. Ein Teil davon sind konkrete Finanz- und Versorgungsaufgaben für die Länder, nur dann soll es Geld vom Bund geben. 54 Prozent der Befragten sind auch für diese Änderung, 26 Prozent dagegen.

Die bereits mit den Ländern paktierte künftige Veröffentlichung von Qualitätsdaten der Spitäler halten 78 Prozent für eine gute Idee. Dass sich Krankenhäuser in Österreich auf unterschiedliche Schwerpunkte spezialisieren und nicht mehr alles anbieten sollen, befürworten 57 Prozent (38 Prozent dagegen).

Neben der Reformfreude in der Bevölkerung ortet Filzmaier auch viele Zukunftsängste. So haben 64 Prozent der Befragten Angst vor Verschlechterungen in der Gesundheitsversorgung (33 Prozent "voll und ganz", 31 Prozent "etwas"), auch wenn der Wert gegenüber der letzten Befragung (insgesamt wurde das "Gesundheitsbarometer" bereits das vierte Mal erhoben) gesunken ist. Dass der Staat für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung verantwortlich sein soll, befürworten 59 Prozent "voll und ganz", 24 Prozent "etwas".