Erstellt am 23. März 2014, 10:06

Hypo lässt Regierung abstürzen. Das Hypo-Desaster beschert der Regierung schlechte Umfragewerte. In einer Erhebung des market-Instituts haben SPÖ und ÖVP gegenüber dem Vorjahr dramatisch an Wirtschaftskompetenz eingebüßt.

Unter den Parteiobleuten kam NEOS-Chef Matthias Strolz deutlich vor Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) auf den besten Wert. Am schlimmsten trifft der Ansehensverlust die ÖVP: Nur noch 39 Prozent, das sind um 23 Prozentpunkte weniger als im Mai 2013, attestieren ihr eine sehr hohe oder hohe Wirtschaftskompetenz. Die SPÖ büßte 16 Prozentpunkte ein und liegt nun bei 30 Prozent. Die NEOS kamen auf Anhieb auf 26 Prozent.

NEOS-Chef Strolz profitiert

Nach den Parteichefs befragt, fällt das Ergebnis für die Regierung noch vernichtender aus: Da hat sich NEOS-Chef Strolz mit 31 Prozent klar vor ÖVP-Chef und jetzt auch Finanzminister Michael Spindelegger (26 Prozent) auf Rang 1 etabliert, Bundeskanzler Werner Faymann (22 Prozent) muss sich mit dem dritten Rang zufriedengeben.

ÖVP steht für Großkonzerne und Bauern

Die ÖVP wurde in der market-Umfrage nur noch als effektive Interessensvertretung der Großkonzerne und Bauern wahrgenommen. Bei Kleinbetrieben, Freiberuflern, Angestellten und Arbeiten kamen die - im Vergleich abgefragten - NEOS auf bessere Werte.

Die FPÖ legte um fünf Punkte auf 22 Prozent zu. Die Grünen verloren hingegen, zehn Punkte auf 16 Prozent. Dem Team Stronach (neun Prozent) und seiner Klubobfrau Kathrin Nachbaur (sieben Prozent) wird wenig Wirtschaftskompetenz zugetraut.