Erstellt am 13. Juli 2012, 10:46

Ikrath wird neuer ÖVP-Justizsprecher. Michael Ikrath wird neuer ÖVP-Justizsprecher. Der 59-jährige hauptberufliche Bankmanager und Generalsekretär des Sparkassenverbandes folgt Heribert Donnerbauer nach, der den Nationalrat verlassen hat - nachdem er im Mai zum neuen Präsidenten des Volksbanken-Verbandes gewählt worden war.

Ikrath wird damit wohl auch Vorsitzender des Justizausschusses - zumindest ist seine Nominierung für den Vorsitz seitens des Klubs bereits erfolgt, die Wahl im Ausschuss findet im Herbst statt. Im Justizausschuss war er schon im September 2007 Donnerbauers Nachfolger - als einer der beiden Obmann-Stellvertreter, als Donnerbauer den Vorsitz übernahm. Dessen frei gewordenes Mandat bekam die 25-jährige Eva-Maria Himmelbauer.

Der am 10. Mai 1953 in Linz geborene Ikrath hat an der Uni Wien Rechtswissenschaften studiert. Parallel dazu startete er in der Industriellenvereinigung sein Berufsleben und fungierte als politischer Sekretär von ÖVP-Generalsekretär Michael Graff, der auch ÖVP-Justizsprecher war. Nach einem Zwischenspiel bei Henkel wechselte Ikrath 1985 in den Bankensektor, zunächst in die Girozentrale, dann in der Erste österreichische Spar-Casse Bank AG und jetzige Erste Bank. Seit März 2004 ist er Generalsekretär des Sparkassenverbandes.

Politisch engagiert war Ikrath zunächst von 1986 bis 1990 als Milizsprecher der ÖVP. Nach längerer Absenz kehrte er 2003 auf die politische Bühne zurück. Im Jänner zog er in den Bundesrat ein und schon im März bekam er als "Nachrücker" für Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat ein Mandat im Nationalrat. Dort wurde Ikrath nicht nur stv. Obmann des Justiz-, sondern auch des Finanzausschusses. Auch in der Wiener Partei ist er verankert, als Vorstandsmitglied und Obfrau-Stellvertreter der ÖVP Ottakring. Im Wirtschaftsbund ist Ikrath Finanzreferent.