Erstellt am 16. April 2013, 13:00

Im ÖVP-Klub werden Plätze frei - Umbau steht bevor. Im Parlamentsklub der ÖVP steht ein umfassender personeller Umbau bevor.

Nachdem bereits vor längerem unter anderem der langjährige Finanzsprecher Stummvoll und Ex-Minister Bartenstein ihren Rückzug angekündigt hatten, beenden nun auch Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager und Familiensprecherin Ridi Steibl ihre Tätigkeit im Hohen Haus.

Cortolezis-Schlager, die einst vom damaligen Wiener ÖVP-Obmann Johannes Hahn in die Politik geholt worden war, erklärte am Dienstag, nach Auslaufen der Legislaturperiode wieder in die Wirtschaft zurückkehren zu wollen. Welche Aufgabe sie dort übernimmt, ließ die ÖVP-Mandatarin offen. Sie will sich aber auch künftig für bessere Ausbildung sowie für mehr Frauen in Führungspositionen einsetzen.

Während Cortolezis-Schlager erst nach der Wahl 2008 in den Nationalrat einzog, ist die Steirerin Steibl ein Urgestein des schwarzen Parlamentsklubs. Die 61-Jährige ist seit 19 Jahren ohne Unterbrechung Abgeordnete. Das 20-Jahr-Jubiläum peilt Steibl offenbar nicht mehr an. Laut "Kleiner Zeitung" hat sie entschieden, nicht mehr zu kandidieren. Gleiches gilt übrigens auch für den langjährigen Obmann der Bauernversicherung, Karl Donabauer, sowie für den ehemaligen Bürgermeister von Grieskirchen, Wolfgang Großruck.

Plätze frei werden auch im SPÖ-Klub. Ihren Abschied aus dem Hohen Haus haben unter anderem Wehrsprecher Stefan Prähauser sowie die frühere Frauenministerin Heidrun Silhavy angekündigt. Ebenfalls nicht mehr im Hohen Haus vertreten sein werden die ehemalige ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits, Ex-Eisenbahner-Chef Wilhelm Haberzettl und die Oberösterreicher Kurt Gaßner und Rosemarie Schönpass.

Seitens der Opposition tritt bei den Grünen Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald nicht mehr an. Die FPÖ verliert Peter Fichtenbauer an die Volksanwaltschaft. Auch Alois Gradauer dürfte nicht mehr kandidieren. Beim BZÖ hat der frühere Bündnischef Peter Westenthaler schon vor längerem sein Ausscheiden aus der Politik angekündigt.