Erstellt am 24. April 2013, 10:13

Immer weniger Lehrer wollen Direktor werden. Immer weniger Lehrer im Pflichtschulbereich streben den einstigen Prestigeposten des Schuldirektors an.

So gab es zuletzt im Burgenland, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg bei mindestens der Hälfte der ausgeschriebenen Posten nur einen Bewerber und in Einzelfällen keinen. Auch in Oberösterreich und Salzburg wird es zunehmend eng.

Die Situation an den Volks-, Haupt-, Sonder-, Berufs- und Polytechnischen Schulen ist speziell: Den Schulen steht nämlich nicht automatisch eine administrative Unterstützung zu, diese wird nur in Einzelfällen von den Gemeinden als Schulerhalter zur Verfügung gestellt. Vom Unterrichten freigestellt werden Pflichtschuldirektoren außerdem erst, wenn sie für mehr als acht Klassen zuständig sind - und die gibt es in den am Land verbreiteten Klein- und Kleinstschulen nur selten. Das Grundgehalt ist dasselbe wie für Lehrer, dazu kommen Zulagen abhängig von Dienstalter und Zahl der Klassen.

Das ist zwar bei den Bundesschulen auch der Fall, die an den Unis ausgebildeten Lehrer der AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen erhalten jedoch ein deutlich höheres Grundgehalt. Außerdem stehen ihnen neben Sekretärinnen auch Administratoren zur Seite, die etwa Stunden- und Supplierpläne erstellen. Im Gegensatz zu den Pflichtschulen werden aus diesem Bereich daher auch kaum "Nachwuchsprobleme" gemeldet.