Erstellt am 24. September 2011, 18:48

Inserate - Asfinag-Vorstand Schedl: Alles korrekt. Asfinag-Vorstand Alois Schedl betont im Zusammenhang mit einer angeblichen Rechnung eines Magazins an die Asfinag mit dem Betreff "Ihr Auftrag lt. Hr. Faymann", dass alles korrekt abgelaufen sei und verteidigte eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit mit dem Verkehrsministerium.

Im Ö1-"Mittagsjournal" am Samstag erklärte Schedl außerdem, dass es keine Inseratvergaben am Vorstand vorbei gegeben habe.

Ö1 liegt demnach die entsprechende Rechnung des Magazins "Gewinn" vor, über die bereits die "Oberösterreichischen Nachrichten" 2008 berichtet hatten. Diese Rechnung sei auch an Schedl adressiert gewesen. Dieser meint nun, es sei alles korrekt gelaufen und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit mit dem Verkehrsministerium sei sinnvoll. "Es hat sicher Gespräche gegeben wie mit allen Verkehrsministern über die Projekte, Themen, und darum, wie können wir die Bevölkerung und die Betroffenen informieren, damit das Zusammenspiel, die Investition, das Verhalten der Autofahrer ein optimiertes Ganzes ergibt." In manchen Bereichen sei Öffentlichkeitsarbeit sogar gesetzlich vorgeschrieben oder vom Rechnungshof gefordert, so Schedl. Es gehe um Verkehrssicherheit und konkrete Bau-Projekte.

Ein Asfinag-"Insider" meinte gegenüber Ö1, die damaligen drei Vorstände hätten anfangs einzelne derartige Rechnungen unterschrieben, "dann ist alles über die Asfinag-Bau-Management-Tochterfirma gelaufen". "Vielleicht war das ja mit ein Grund, warum Bau-Management-Chef Alois Schedl dann aufgestiegen und Vorstandsdirektor geworden ist." Schedl betont, es habe keine Inseratvergaben am Vorstand vorbei gegeben: "Der zuständige Vorstand war immer informiert und eingebunden." Dass er Vorleistungen erbracht habe, um später Vorstand zu werden? "Ich hoffe nicht dass das so war und aus meinem Selbstverständnis heraus war das nicht so", betont Schedl.

Das Kanzleramt verwies unterdessen auf Anfrage lediglich auf die Aussendung der Bundespartei am Samstag sowie "mehrfach getätigte Klarstellungen" von Bundeskanzler Werner Faymann (S).