Erstellt am 06. November 2012, 20:37

Inserate: Ermittlungen gegen Asfinag-Vorstand. Die Staatsanwaltschaft Wien hat laut Medienberichten ihre Ermittlungen im Rahmen der Inseratenaffäre nun auch auf die aktuellen Vorstands-Mitglieder der Asfinag ausgedehnt.

Gegen das aus Alois Schedl und Klaus Schierhackl bestehende Vorstandsduo werde wegen des Verdachts der Untreue bzw. der Beihilfe oder Anstiftung dazu ermittelt. Bisher waren nur die Mitglieder des alten Vorstands, der 2007 unter dem damaligen Verkehrsminister Werner Faymann abgelöst worden war, - bestehend aus Franz Lückler, Mathias Reichhold und Christian Trattner - als Beschuldigte geführt worden.

Der Vorwurf gegen die beiden aktuellen Vorstandsdirektoren Schedl und Schierhackl laute vor allem darauf, dass sie Inseratenaufträge bestätigt und bezahlt hätten, die bereits Monate vor ihrer Berufung in den Asfinag-Vorstand am 25. Oktober 2007 beauftragt worden waren und in den Zeitungen auch erschienen sind, schreibt "Der Standard".

Die Asfinag bestätigte gegenüber der Zeitung die späte Genehmigung in bestimmten Fällen. Man habe keine Wahl gehabt und habe zahlen müssen, weil die Inserate ja bereits erschienen waren, hieß es laut "Standard" seitens der Asfinag dazu. Das "alte" Vorstandstrio habe die Rechnungen einfach liegen lassen.

In der "Inseratenaffäre" geht es um den Vorwurf, Bundeskanzler Faymann hätte sich in seiner Zeit als Infrastrukturminister (2007/08) mit teuren Inseratenkampagnen die Gunst des Zeitungsboulevards erkauft und die Rechnungen dafür von ÖBB und Asfinag bezahlen lassen. Faymann weist die Vorwürfe zurück. Gegen ihn sowie den heutigen Staatssekretär Josef Ostermayer ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts der Untreue.