Erstellt am 27. Januar 2015, 22:08

von APA/Red

Niessl und Voves verteidigen Ruf nach Strafen. Die roten Landeshauptmänner Hans Niessl und Franz Voves haben erneut ihren Ruf nach Sanktionen bei "Integrationsunwilligkeit" verteidigt.

Zähne zusammenbeißen: Landeshauptmann Hans Niessl brach sich mehrere Rippen.  |  NOEN, Foto: BVZ
Er verstehe die Kritik – etwa jene der Sozialistischen Jugend – "überhaupt nicht", sagte Niessl im ORF-"Report" am Dienstag. "Die SPÖ hat sich nie getraut, diese Ängste offen auszusprechen", meinte Voves in der "Kleinen Zeitung".

Lobende Worte fand Burgenlands Landeschef Niessl im "Kurier" für den Vorschlag von Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP), eine Verwaltungsstrafe von etwa 1.000 Euro einzuführen, etwa wenn Eltern die Einladung zum Elternsprechtag mehrmals ignorieren: Dies gehe "ganz in die Richtung, die ich mir vorstelle", so Niessl. Für Sozialdienst – wie ihn der oberösterreichische SPÖ-Landesvorsitzende Reinhold Entholzer kurz angedacht hatte – sei er hingegen weniger, sagte er.

Niessl und Voves sind sich einig

Niessl will im schulischen Bereich die Lehrer stärken, auch sei die Kooperation der Eltern mit dem Lehrpersonal einzufordern. Auch Ethikunterricht sowie politische Bildung will der Landeshauptmann einführen – und zwar als Pflichtfächer. Diese Fächer sollten auch an Volkshochschulen für Erwachsene angeboten werden, sagte er.

Zur Kritik – die innerparteilich vor allem seitens der Sozialistischen Jugend gekommen ist, die von "rechten Rülpsern" gesprochen hatte – sagte Niessl im "Report": "Ich verstehe die Kritik überhaupt nicht und unterstütze voll und ganz Franz Voves, wir gehen hier in die gleiche Richtung."

Der steirische Landeshauptmann verteidigte seine Linie ebenfalls: "Wer auf die Idee kommt, dass das etwas mit rechten Rülpsern zu tun hat, muss bescheuert sein", sagte er.