Eisenstadt

Erstellt am 19. Oktober 2016, 06:47

von BVZ Redaktion

Gesetz zum Abschuss. Der Landesjagdverband protestiert gegen Entwurf des Gesetzes. „Suchen konstruktive Gespräche“, heißt es aus Büro Dunst.

Unzufrieden. Peter Prieler (l.) und sein Vize Peter Traupmann sehen Unklarheiten im Jagdgesetz.  |  BVZ, Müllner

„Entgegen der angekündigten Entrümpelung und Modernisierung des Jagdgesetzes erkennen wir eher einen Rückschritt“, so Landesjägermeister Peter Prieler und erklärt: „Es scheint wohl im Burgenland ein Unikum zu sein, dass die Wahl zur Interessensvertretung der Jägerschaft nicht im Jagdgesetz geregelt werden soll. Dagegen wird gesetzlich geregelt, wer am Bezirksjagdtag reden darf — da kann es sich nur um Einzelinteressen von Privatpersonen handeln.“

Laserzielvorrichtungen „nicht zu akzeptieren“

Vonseiten des Jagdverbandes erklärt man auch, dass Ehrenamtliche wie Bezirksjägermeister und Hegeringleiter bei der Erstellung des Abschussplanes, der Jagdprüfung o.ä. die Behörden entlasten könnten. „Im Entwurf ist aber das Gegenteil zu lesen. Die fachliche Kompetenz wird abgesprochen, die Funktionäre werden zu Veranstaltungsorganisatoren degradiert“, so Prieler. Von Seiten der Jäger hält man fest, dass man gegen das neue Gesetz gerichtlich vorgehen werde, wenn es nötig ist.

Im Büro des zuständigen Regierungsmitgliedes Landesrätin Dunst erklärt man, dass noch bis Ende des Monats die Möglichkeit besteht, Stellung zu nehmen und erklärt: „Erst vorige Woche gab es ein Treffen mit allen Bezirksjägermeistern, um in konstruktiven Gesprächen gemeinsam ein Gesetz zu schaffen, das allen Ansprüchen des Tierwohls, Wildtiermanagements und der Lebensraumpflege gerecht wird.“ Zum Beschluss des Gesetzes reicht eine einfache Mehrheit, die ÖVP kündigt im Vorfeld an, dem vorliegenden Vorschlag nicht zuzustimmen.

Gerüchte wonach Jäger mit Laserzielvorrichtungen in den heimischen Wäldern unterwegs wären, werden vom Verband so beantwortet: „Derartige Vorrichtungen sind gesetzlich verboten und daher auch nicht zu akzeptieren.“ Lasergeräte oder Restlichtverstärker dürfen zur Beobachtung verwendet werden, jedoch nicht am Gewehr als Zielvorrichtung montiert werden.