Erstellt am 13. September 2011, 11:46

Jeder fünfte 15- bis 19-Jährige ohne Ausbildung. In Österreich befindet sich jeder fünfte 15- bis 19-Jährige nicht mehr in Ausbildung, wie die am Dienstag präsentierte OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" zeigt

 Die Bildungsbeteiligung sinkt dabei sukzessive in den letzten Jahren der Sekundarstufe II, die neben der AHS-Oberstufe und den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen auch die Lehre einschließt.

Auch der Anteil der noch in Ausbildung befindlichen 20- bis 29-Jährigen liegt unter dem OECD-Schnitt. Während die Bildungsbeteiligung der 15- bis 19-Jährigen in 25 von 31 Ländern über 80 Prozent (OECD-Schnitt: 82,1 Prozent) liegt, befinden sich in Österreich nur 79,4 Prozent dieser Altersgruppe in Österreich in Ausbildung. Deutlicher ist der Abstand bei den Buben, von denen nur 78,8 Prozent zwischen 15 und 19 Jahren in Ausbildung sind (Mädchen: 80 Prozent).

OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher erklärt sich das mit dem "hohen Teil an österreichischen Jugendlichen, die bereits früh ins Arbeitsleben einsteigen". Die "wesentlich höhere Bildungsbeteiligung" dieser Altersgruppe in den anderen OECD-Ländern sei erstrebenswert, "denn heute ist es besonders wichtig, Grundlagen zu legen". In Belgien, Irland, Polen und Slowenien gibt es bei dieser Altersgruppe sogar mehr als 90 Prozent in Ausbildung.

Der stärkste Rückgang der Bildungsbeteiligung zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr erfolgt in Österreich - wie auch in den meisten anderen OECD-Ländern - nicht am Ende der Schulpflicht, sondern am Ende des Sekundarbereichs II, in dessen letzten Jahren sie sukzessive sinkt. Hierzulande fällt sie von 94 Prozent bei den 15-Jährigen auf 91 Prozent bei den 16-Jährigen, 76 Prozent bei den 17-Jährigen und nur noch 46 Prozent bei den 18-Jährigen. Bei den 19-Jährigen liegt der Anteil nur noch bei 19 Prozent.