Erstellt am 16. April 2013, 22:41

Johann Tschürtz bleibt Parteichef. Beim Landesparteivorstand am Dienstagabend in Kobersdorf haben die burgenländischen Freiheitlichen ihrem Obmann Tschürtz nach dem mageren Votum am Landesparteitag den Rücken gestärkt.

"Es wurde mir das Vertrauen einstimmig ausgesprochen", erklärte Tschürtz im Anschluss. Der Parteivorstand war angesetzt worden, nachdem er am Landesparteitag am Sonntag nur 71,4 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Der FPÖ-Landesobmann hatte sich von dem für ihn unerwarteten Ergebnis sehr betroffen gezeigt, die Wahl aber angenommen. Zur Sitzung am Dienstag, die kurz vor 19.15 Uhr begonnen hatte, war der Parteiobmann gemeinsam mit FPÖ-Generalsekretär Vilimsky erschienen, der sich für den Verbleib von Tschürtz an der Parteispitze aussprach.

In der FPÖ Burgenland soll es als Folge der Entwicklungen rund um den jüngsten Landesparteitag allerdings personelle Veränderungen geben: "Die zwei wichtigsten strategischen Posten", jener von Landesgeschäftsführer Siegfried Zeltner und der von Landesparteisekretär Geza Molnar, sollen neu besetzt werden, kündigte Tschürtz im Anschluss an die Landesparteivorstandssitzung an.

Bei einem weiteren Parteivorstand in etwa vier Wochen soll der zeitliche Rahmen für die Neubesetzungen festgelegt werden, sagte Tschürtz. Er gehe aber davon aus, dass der Wechsel noch vor dem Sommer stattfinde. Ob Molnar Klubdirektor bleibt, "werden wir noch abklären", meinte der FPÖ-Landesobmann. Zelter bleibe Arbeiterkammerrat.

Künftig sollen außerdem "Beraterteams" mit fünf bis sieben Personen in einzelnen inhaltlichen Bereichen aufgestellt werden, die dem Landesparteiobmann "zuarbeiten" sollen. Die innerparteilichen Spannungen führte Tschütz nicht auf eine ideologische Auseinandersetzung zurück, sondern darauf, dass er manche Wünsche seitens der Parteibasis - etwa im Hinblick auf öffentliche Auftritte bei Bürgerständen - nicht erfüllen habe können.