Erstellt am 14. Juni 2011, 11:24

Josef Pröll am Mittwoch im Hypo-U-Ausschuss. Bei der letzten Sitzung des Hypo-U-Ausschusses des Kärntner Landtages vor der Sommerpause gibt es eine prominente Zeugenliste, angeführt vom früheren Vizekanzler und Ex-ÖVP-Chef Pröll.

Bei den Befragungen wird wohl sowohl der Bereich der Kontrolle der Hypo Alpe Adria Bank durch die Bankenaufsicht ein Thema sein als auch die geleisteten Staatshilfen und die Vorgänge rund um die Notverstaatlichung der Bank im Dezember 2009. Beobachter erwarten allerdings keine wesentlich neuen Erkenntnisse.

Für den Nachmittag ist zudem der ehemalige Präsident des inzwischen pleitegegangenen Fußballvereins SK Austria Kärnten, Mario Canori, geladen. Dabei geht es um die Millionenzahlungen, welche die Bayerische Landesbank als Sponsorgeld für den Verein über eine Tochterbank nach Kärnten überwiesen hat. Wie der ehemalige BayernLB-Vorstandschef Werner Schmidt vor der Münchner Justiz aussagte, sei vom damaligen Kärntner Landeshauptmann Haider das Fußballsponsoring als unabdingbare Voraussetzung für den Verkauf der Hypo an die Bayern bezeichnet worden.

Drei Mio. Euro zahlte die Sparkassen-Tochter der BayernLB, die DKB, schließlich für den Klub, für den die Bundesligalizenz aus Pasching gekauft worden war. Die Staatsanwaltschaft München wirft Schmidt wegen dieses Vorgangs Bestechung eines ausländischen Amtsträgers vor. Haider hätte, so sagte Schmidt aus, immer wieder nachgefragt, ob man das Geld für den Fußball schon habe. Canori soll nun den Abgeordneten erklären, wie welches Geld von der Hypo bzw. der DKB beim Verein eingelangt sei.