Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Jubel trotz Verlusten. Stichwahlen / SPÖ und ÖVP erreichen ihre Ziele nicht, freuen sich aber über umgefärbte Gemeinden. Und: Zwei neue Listen-Ortschefs im Land.

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Von Wolfgang Millendorfer

Jetzt sind alle Bürgermeister- sessel besetzt: Die Stichwahl, die am Sonntag in 13 Gemeinden abgehalten wurde, brachte auch Umwälzungen mit sich – die größte in Oberwart, wo SP-Ortschef Gerhard Pongracz nach zehn Jahren sein Amt an Georg Rosner (ÖVP) abgeben muss.

Insgesamt wechselten sieben Stichwahl-Gemeinden die Farbe. Die SPÖ schmerzen auch die Verluste in Andau, Wulkaprodersdorf und Großhöflein, wo mit Wolfgang Rauter die LBL das Rennen machte. Die ÖVP verlor Deutsch Jahrndorf, Mannersdorf an der Rabnitz und Lutzmannsburg, das mit Christian Rohrer nun ebenfalls einen Listen-Bürgermeister hat.

Obwohl beide Großparteien ihr Wahlziel verfehlten, werden die Ergebnisse grundsätzlich positiv bewertet. Für Landeschef Hans Niessl bleibt die SPÖ „die Bürgermeisterpartei“. Aber: „Aus den Niederlagen müssen Konsequenzen gezogen werden.“

ÖVP-Landesvize Franz Steindl freut sich über einige „Sensationen“ und meint: „Das Blatt hat sich gewendet, weil die Parteienlandschaft bunter geworden ist.“ Geht es nach LBL-Obmann Manfred Kölly, soll dieses Faktum auch in Zukunft eine Rolle spielen: „Wo Personen im Vordergrund stehen, ist es nicht nötig, einer Partei anzugehören.“