Erstellt am 05. Oktober 2012, 12:21

Kärnten kündigte Vertrag mit Saualm-Betreiberin. Der Vertrag zwischen dem Land Kärnten und der Betreiberin des umstrittenen Asylwerberheims auf der Saualm ist gekündigt worden.

Das teilte das Flüchtlingsreferat am Freitag in einer Aussendung mit. Die neue Flüchtlingsbeauftragte Barbara Gutsche nannte Vorwürfe und Anzeigen gegen die Betreiberin und den daraus entstandenen Vertrauensverlust als Gründe für die Kündigung durch das Land.

Das Ende des Asylwerberheims Saualm dürfte aber trotz Vertragskündigung durch das Land kein Aus für das Konzept "Sonderbetreuung" sein. Aufgrund der "generalpräventiven Wirkung" werde an einem Nachfolgeprojekt zur Unterbringung von Asylwerbern "mit besonderem Betreuungsbedarf außerhalb der Ballungsräume" bereits gearbeitet, ließ Gutsche wissen. Das Heim auf der Saualm wurde zur Unterbringung mutmaßlich straffälliger Asylwerber eingerichtet. Wo das neue Heim stehen wird und ab wann dort Flüchtlinge untergebracht werden sollen, sei noch offen.

Innenministerin Mikl-Leitner begrüßt die Kündigung des Vertrages mit der Betreiberin des umstrittenen Asylwerberheims auf der Saualm. "Mein Dank gilt den Verantwortlichen im Land Kärnten", erklärte die Ressortchefin. Dies sei ein "klares Zeichen für die gute Zusammenarbeit, wenn es um die menschenwürdige Unterbringung von Asylwerbern geht", so Mikl-Leitner.