Erstellt am 10. Dezember 2014, 07:13

von Michael Pekovics

Schimmel im Lazarett. Krankenstation der Musterkaserne nach Sperre ab Jänner wieder offen. Nach Wassereinfall hat sich Schimmel gebildet.

Oberstleutnant Thomas Erkinger hat derzeit rund 550 Personen stationiert. Im Feber werden es 730 sein.  |  NOEN, BVZ
Gerade einmal wenige Monate ist sie alt, die modernste Kaserne Österreichs. Und trotzdem ist die Krankenabteilung seit einigen Wochen wegen Schimmelpilzbefalls gesperrt.

Lehmiger Untergrund als Problem: „Alles nur Vermutungen“

Laut Kommandant Oberstleutnant Thomas Erkinger ist der Grund dafür ein Wasserschaden: „Die Ursache wird gerade durch einen Sachverständigen eruiert und geprüft, wer für den Schaden aufkommen muss.“

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Die Gründe für den Wasserschaden könnten interne (Baumängel) oder externe (Oberflächenwasser dringt ein) sein. Schließlich ist der Untergrund ziemlich lehmig, das Oberflächenwasser kann nur schwer abfließen und könnte in die Krankenstation im Erdgeschoss eingedrungen sein.

„Alles nur Vermutungen, wir warten auf das Gutachten und sanieren die Räume; ab Jänner ziehen wir wieder ein“, sagt Erkinger.

„Sanitätsversorgung ohne Einschränkung sichergestellt“

Der laufende Betrieb sei durch den Vorfall nicht beeinträchtigt, in den Lehrsälen wurden ein Ersatzkrankenrevier eingerichtet: „Die Sanitätsversorgung ist ohne Einschränkung sichergestellt“, betont Erkinger. Zusatz: „Bei einem Bau von 36.000 Quadratmetern kann es schon mal vorkommen, dass eine Kleinigkeit nicht passt.“

Passend ist laut Erkinger die derzeitige Auslastung, auch wenn es immer heißt, die Musterkaserne sei nicht voll ausgelastet. „Aktuell sind 300 Grundwehrdiener und 245 Bedienstete in Güssing stationiert“, rechnet Erkinger vor.

Bis Februar soll dann mit rund 730 Personen die Belastungsgrenze der Montecuccoli-Kaserne erreicht sein. „Außerdem sind“, gibt Erkinger zu bedenken, „immer wieder Teile des Kaderpersonals auf Fortbildung, da kann es schon vorkommen, dass wir nicht voll besetzt sind“.