Erstellt am 31. Juli 2014, 15:36

von APA Red

Land Burgenland sagt rasche Hilfe zu. Nach den schweren Unwettern nahezu im gesamten Burgenland haben Landeshauptmann Hans Niessl und Finanzlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) am Donnerstag "rasche und unbürokratische Hilfe" in einer Pressemitteilung zugesagt.

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Beide seien übereingekommen, dass die im Budget mit 500.000 Euro dotierten Beihilfen für Unwetterkatastrophenschäden bei Bedarf aufgestockt werden.

"Die notwendigen Gelder werden zur Verfügung gestellt. Ich habe die Finanzabteilung bereits angewiesen, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen", erklärte Bieler. Um eine rasche Abwicklung der Hilfen seitens des Landes gewährleisten zu können, wird für diesen Bereich bei Bedarf kurzfristig auch mehr Personal zur Verfügung gestellt, so Niessl.

"Großer Dank" an alle Einsatzkräfte und Helfer

Niessl, Bieler und auch Landeshauptmannstellvertreter und Feuerwehrreferent Franz Steindl (ÖVP) bedankten sich in Aussendungen bei den Einsatzkräften. "Einmal mehr hat sich gezeigt, dass die Bewältigung einer solchen Situation nur mit der Hilfe der Feuerwehren im Burgenland im Zusammenwirken mit allen Einsatzkräften und freiwilligen Helfern möglich ist. Mein großer Dank gilt allen, die viele Stunden unermüdlich im Einsatz waren", sagte Niessl. "Jeder Euro in die burgenländischen Feuerwehren ist gut investiert und stellt sicher, dass bei Einsätzen rasch, effizient und mit dem richtigen Gerät reagiert und geholfen werden kann", meinte Steindl.

Für die Geschädigten gibt es eine Katastrophenbeihilfe vom Land. Informationen dazu erhalten Betroffene in der Wohnsitzgemeinde, bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft und in der Fachabteilung 4a beim Amt der Burgenländischen Landesregierung.

"Schäden dokumentieren und unverzüglich melden"

Die Arbeiterkammer Burgenland wies ebenfalls in einer Aussendung darauf hin, Schäden zu dokumentieren und diese sofort zu melden. "Der Schaden muss unverzüglich der Versicherung gemeldet werden", so Christian Koisser von der Konsumentenberatung der AK Burgenland. "Es empfiehlt sich, sofort die Schäden mit Fotos zu dokumentieren und diese Unterlagen für die Versicherung bereitzuhalten." Bei der AK seien zahlreiche Anfragen von Unwetter-Opfern eingegangen, die wissen wollten, wie der Schaden nun bei den Versicherungen geltend gemacht werden muss. Informationen dazu können auf der Homepage der AK unter http://bgld.arbeiterkammer.at/  abgerufen werden.

Große Schäden hat das Unwetter in der Landwirtschaft besonders in Pamhagen und Wallern (Bezirk Neusiedl am See) angerichtet: Besonders betroffen sei der Wein- und Gemüsebau, aber auch Ackerkulturen wurden geschädigt. Nach ersten Erhebungen durch die Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung vor Ort beträgt das Schadensausmaß rund 500.000 Euro mit einer betroffenen Agrarfläche von knapp 600 Hektar, hieß es in einer Mitteilung der Hagelversicherung.