Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Katzmann wehrt sich gegen Kritik der ÖVP. BELIG-BERICHT / Zu hohe Managergehälter und ÖVP-Streit mit dem Rechnungshof-Direktor.

Rund um den aktuellen Bericht des Landesrechnungshofes (RH) über die burgenländische Beteiligungs- und Liegenschaftsgesellschaft (BELIG) gingen in der Vorwoche die Wogen hoch.

Der Rechungshof hatte zunächst kritisiert, dass die Gehälter der beiden Geschäftsführer der zur Verwaltung der Landes-Immobilien gegründeten BELIG über Jahre hinweg zu hoch gewesen seien. Verantwortlich dafür seien „Fehlinterpretationen“ der Verträge gewesen, hieß es. Allerdings wurden die Überschüsse mittlerweile zurückgezahlt.

Ein weiterer schwerer Kritikpunkt betrifft die Wiederbestellung eines BELIG-Geschäftsführers sowie der Geschäftsführung der Wohnbau Burgenland GmbH (WBG), bei der es kein Ausschreibungsverfahren gegeben habe. Eine Vorgangsweise, die gegen das Stellenbesetzungsgesetz verstoße.

Politisch sorgte der Bericht, der von der ÖVP beantragt wurde (als die Zusammenarbeit mit der SPÖ noch vom Dauerstreit überschattet war), jedoch aus einem anderen Grund für Wirbel: Im Zuge der letzten Landtagssitzung (siehe Artikel oben) nahm VP-Klubchef Rudolf Strommer RH-Direktor Franz Katzmann als „Minusmann der Woche“ ins Visier: Dieser habe die Medien noch vor den Parteien über das Ergebnis des BELIG-Berichtes informiert. Zudem spricht Strommer von Mobbing im Rechnungshof. Zu Letzterem will der Landesrechnungshof kein Statement abgeben; im Gespräch mit der BVZ kontert Katzmann sachlich: „Die Art und Weise, in der der Bericht weitergeleitet wurde, ist verfassungskonform. Der Vorwurf ist ganz klar zu entkräften.“