Erstellt am 31. Juli 2012, 11:27

Kaum Rückendeckung von FPÖ-Länderchefs für die FPK. Verhaltene Rückendeckung für die Gesinnungsfreunde der FPK in Kärnten kommt von den anderen freiheitlichen Länderchefs.

So gibt man sich eher zurückhaltend zu den Geschehnissen im Süden und fordert - wie Parteichef Strache - "Aufklärung", Neuwahlen will allerdings keiner, wie ein APA-Rundruf ergab. "Da kriegt man wirklich eine Wut", kommentierte der Vorarlberger FPÖ-Obmann Egger die Vorkommnisse in Kärnten. Dass sich hier "einige wenige schwarze Schafe" bereichert hätten, habe einen "Riesenschaden" für die Politik insgesamt verursacht. Die Aufklärung "und zwar über alle Parteigrenzen hinweg" müsse an erster Stelle stehen. Das forderte auch der burgenländische Obmann Tschürtz. "Die FPK ist eine von der FPÖ unabhängige Partei und muss wissen, was sie zu tun hat", ergänzte der Freiheitliche.

Eine klare Absage an vorgezogene Neuwahlen kam auch vom steirischen Klubobmann Mayer und dem Salzburger FPÖ-Chef Karl Schnell. Die aktuellen Vorgänge in Kärnten sieht Schnell als späte Nachwehe der schwarz-blauen Koalition. "Die ÖVP hatte damals das Ziel, die Partei durch das Korrumpieren der FPÖ bewusst zu zerstören. Haider hat das erkannt und das BZÖ gegründet."

Der oberösterreichische FPÖ-Obmann Manfred Haimbuchner stellte fest, er könne die vor Gericht in Kärnten getätigten Aussagen aus der Ferne nicht beurteilen. Das Bild, das von dem geständigen Steuerberater Dietrich Birnbacher und Ex-ÖVP-Chef Martinz gezeichnet worden sei und auch die davor liegenden Skandale würden allen Politikern schaden. Er glaubt nicht, dass davon die FPÖ besonders betroffen sei, denn sie habe dabei keine Verantwortlichkeit, aber es sei auch nicht angenehm für sie nicht.

Vielsagend war die Reaktion des Tiroler FP-Obmanns Gerald Hauser: "Zu Kärnten gebe ich keinen Kommentar ab." Der Wiener Parteichef Strache sowie seine niederösterreichische Kollegin Barbara Rosenkranz befinden sich derzeit auf Urlaub und waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.