Erstellt am 10. Dezember 2015, 04:48

von Wolfgang Millendorfer

Kein Geld für Landkrimi. ORF-Projekt „Landkrimi“ musste im Burgenland ohne Fördergeld auskommen: 60.000 Euro waren für das Budget zu viel.

»Kreuz des Südens«. Szenenbild aus dem neuen »Landkrimi«. Foto: ORF  |  NOEN, ORF/Petro Domenigg (Lotus Film)
Mit „authentischen Typen“ und Lokalkolorit abseits der Tourismuspfade sorgt die ORF-Reihe der „Landkrimis“ für Gesprächsstoff. Dass der Burgenland-Fall „Kreuz des Südens“, der heute, Donnerstag (20.15 Uhr), auf ORF 1 ausgestrahlt wird, auch einen Förderkrimi hinter sich hat, wurde jetzt bekannt.

Neben Oberösterreich ist das Burgenland nämlich das einzige Bundesland, in dem es für die Produktion keine Förderung vom Land gab.

Aushilfe im Wiener Filmfonds gefunden

Während man die Ablehnung in Oberösterreich mit mangelndem „Wiedererkennungswert“ für die Region begründete, lag es im Burgenland am Geld: „Eine Förderung war im Rahmen des Kulturbudgets nicht möglich“, heißt es seitens der Kulturabteilung und im Büro des zuständigen Landesrates Helmut Bieler.

Die Möglichkeit einer Sonderförderung – etwa aus dem Tourismus- oder Wirtschaftstopf – wurde im Jahr 2014 bereits von Karl Markovics‘ Kinofilm „Superwelt“ ausgeschöpft.

Die Produktionsfirma „Lotus Film“ hatte um eine Förderung von 60.000 Euro angesucht und fand schließlich Aushilfe im Wiener Filmfonds. Die Entscheidung aus dem Burgenland respektiere man, sagt Geschäftsführer Tommy Pridnig im BVZ-Gespräch: „Wir können mit unserem Programm nur beweisen, dass es wichtig ist und wollen auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit den Bundesländern pflegen.“