Erstellt am 31. August 2012, 15:10

Kein Lehrermangel zu Schulbeginn. Trotz der bereits startenden Pensionswelle bei Pädagogen wird es im mit 3. bzw. 10. September startenden neuen Schuljahr laut Unterrichtsministerium keinen Lehrermangel geben.

 Paul Kimberger (FCG) von der Lehrergewerkschaft warnt unterdessen gegenüber der APA vor verfrühten Jubelmeldungen. Die tatsächlichen Zahlen kenne man schließlich erst nach Schulbeginn. Nach Angaben des Ministeriums sollen Maßnahmen wie Mehrdienstleistungen, Sonderverträge für Quereinsteiger und der befristete Einsatz von Personen, die (noch) nicht die volle Lehrbefugnis haben, dafür sorgen, dass alle Lehrerposten besetzt werden können. Außerdem soll die Kooperation zwischen BHS und AHS ausgebaut und Lehrer durch "gezielte Motivation" dazu gebracht werden, Karenzierungen und Sabbaticals zu verschieben.

Das Ministerium verweist allerdings darauf, dass zu Schulbeginn unvorhergesehen Personalausfälle etwa durch Austritt, Krankenstand oder Schwangerschaft vorkommen können und bittet Schüler und Eltern um Verständnis. Für solche kurzfristigen Engpässe könne laut Landesschulräten durch vorhandene Notfallpläne jedoch "binnen weniger Tage eine Lösung gefunden werden".

Kimberger kann die Nachricht des Ministeriums, wonach es keine Probleme gibt, "nicht ganz nachvollziehen". So gebe es sowohl in Wien als auch in Vorarlberg Personalengpässe, vor allem die Sonderschulen und einzelne Fächer seien betroffen. "Das Ministerium sollte sich im Vorfeld von dramatisch steigenden Pensionierungsraten Gedanken machen, wie es genug junge Leute für den Lehrerberuf motivieren kann", appelliert der Lehrervertreter.