Erstellt am 31. August 2012, 08:56

Keine Änderungen bei der ÖVP. Die ÖVP war nach ihrer abendlichen Sitzung am Donnerstag in Wien bemüht, die Wogen zu glätten. Die wilden Personalspekulationen rund um das ÖVP-Regierungsteam, die in den letzten Tagen hochgekocht waren, wurden von Parteichef Michael Spindelegger einmal mehr heftig dementiert.

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Bei der Tagung habe es sich um eine normale Sitzung anlässlich des Herbstauftaktes gehandelt, wie sie die ÖVP immer abhalte, so Spindelegger. Personaländerungen schloss der Parteichef auf mehrmalige Nachfrage zwar nicht dezidiert aus, sagte aber, dass er mit seinem Team "sehr zufrieden" sei und mit diesem Team auch in die Wahl gehen möchte.

Thema der Besprechung mit Landesparteiobleuten, den Regierungsmitgliedern und Bündnisobleuten, die sich bei dem Pressestatement um Spindelegger versammelt hatten, sei ausschließlich "wie geplant" die Bundesheer-Volksbefragung gewesen. Personalfragen seien nicht behandelt worden, so Spindelegger. Daher sei auch keine diesbezügliche Entscheidung gefallen. Die Gerüchte um diverse Personalrochaden seien völlig haltlos gewesen. Fragen dazu müsste man daher jenen stellen, die sie auch verbreitet hätten.

Wenn er etwas in seinem Team ändern möchte, "bespreche ich das mit meinen Freuden", so Spindelegger: "Ich habe keine personellen Änderungen vor und hatte sie auch nie vor."

Dass der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner für eine dreistündige Sitzung eine so weite Reise auf sich nimmt, begründete dieser auf Anfrage mit Terminen, die er heute in Wien hat.

Die Gerüchte um Personalrochaden sind jedoch mehr als nur substanzlose Medienspekulationen gewesen. Wirtschaftsbund-Präsident Christoph Leitl bestätigte, dass es sehr wohl die Überlegung gegeben habe, dass Spindelegger vom Außen- ins das Finanzministerium wechselt.

Leitl betonte auch, dass dieser Wechsel auf Widerstand beim Wirtschaftsbund gestoßen ist. "Es hat da eine Überlegung gegeben, von der wurde nichts gehalten. Sie war aber auch gar nicht spruchreif. Wenn dieser Vorschlag gekommen wäre, hätte ich meine Bedenken schon zum Ausdruck gebracht. Dieser Wechsel wäre nicht sinnvoll gewesen." Auf die Frage, ob Spindelegger der richtige Spitzenkandidat für die Nationalratswahl ist, sagte Leitl: "Ja, warum denn nicht. Er bemüht sich sehr."