Erstellt am 04. November 2013, 20:23

Keine Angst ums Wasser. Rechnungshof-Bericht / Gute Trink-Qualität und Abbau von „Altlasten“ beim Wasserleitungsverband. Kampf um Schongebiete geht weiter.

 |  NOEN, rh

Die Jahre 2006 bis 2010 nahm der Landesrechnungshof (RH) im Zuge einer Prüfung des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland unter die Lupe. Ergebnis: Die Qualität des Trinkwassers ist gut; in sechs Brunnenanlagen wurden allerdings erhöhte Nitratwerte gemessen.Vor allem die Brunnen rund um Neufeld gelten aufgrund der großen landwirtschaftlichen Betriebe in der Region als problematisch. Mit den niederösterreichischen Nachbarn wird, wie berichtet, bereits seit geraumer Zeit um eine Ausweitung des Schongebietes verhandelt. Geht es nach Gerhard Zapfl, Obmann des Wasserleitungsverbandes, so soll – auch mithilfe der EU – eine Lösung gefunden werden.

„Gefahr besteht aber nicht“, so Zapfl zur BVZ, „wir wollen nur nachhaltig planen und arbeiten.“ Mit den Ergebnissen der RH-Prüfung sieht Zapfl den Weg des Verbandes bestätigt.

Kritik: Zu hohe Gehälter für Verbands-Mitarbeiter 

Kritisch merkte der RH an, dass das Einkommen der Mitarbeiter um bis zu 18 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Eine „Altlast“, die – ebenso wie etwa Mängel bei Auftragsvergaben – saniert worden sei: Mit Gründung einer eigenen GmbH und neuen Kollektivverträgen sei das Lohnniveau gesenkt worden.