Erstellt am 10. Januar 2014, 11:54

Khol steht bei Gesamtschul-Debatte hinter ÖVP. Der Obmann des ÖVP-Seniorenbundes, Andreas Khol, steht in der parteiinternen Debatte über die Gesamtschule "zu 100 Prozent hinter der Linie der Bundespartei".

Die Forderungen aus verschiedenen Ländern nach Modellregionen könne er nicht wirklich verstehen, sagte Khol am Freitag in einer Pressekonferenz. Die Kritik an Parteichef Spindelegger hält Khol für einen "Ausbruch der Irrationalität".

"Alle Erfahrungen" sprächen für Gym-Beibehaltung

Es gebe genügend Möglichkeiten, diese Frage intern zu diskutieren, hielt der Seniorenbund-Obmann den Kritikern entgegen. Und auf die Frage, ob er nun eine Obmann-Debatte in der ÖVP für denkbar halte, sagte Khol: "Dieses Wort nehme ich nicht in den Mund."

In der Sache selbst verwies Khol darauf, dass "alle Erfahrungen" und 80 Prozent der Befragten für die Beibehaltung der Langform des Gymnasiums sprechen. Zudem habe auch der Rechnungshof aufgezeigt, dass das Gymnasium wesentlich kostengünstiger sei als alle anderen Formen.

Juraczka: "Jeder hat das Recht, gescheiter zu werden"

Auch die Wiener VP kann sich Modellregionen zur Gesamtschule vorstellen. "Jeder hat das Recht, gescheiter zu werden", meint Landesparteiobmann Manfred Juraczka in den "Vorarlberger Nachrichten". "Man kann verschiedene Dinge ausprobieren." Ein entsprechender Schulversuch solle aber nicht in einem ganzen Bundesland stattfinden.

"Was vorstellbar ist, ist, dass man in einem Bezirk einmal testet, ob man mit einer Gemeinsamen Schule etwas weiterbrächte. Alles andere hielte ich für eine Gefährdung des Schulsystems im ganzen Land", so Juraczka.

Er selbst müsste von einer gemeinsamen Schule auch erst überzeugt werden: "Umfragen zeigen, dass die Menschen eine Weiterführung der Langform des Gymnasiums wollen. Ich habe größtes Verständnis dafür."