Erstellt am 13. Juli 2015, 11:28

von APA/Red

Beschäftigung als "Herzstück" im Regierungsprogramm. Bei der burgenländischen SPÖ hat sich im Zuge der Angelobung der neuen Regierung auch personell etwas getan.

Landesgeschäftsführer Robert Hergovich und Landeshauptmann Hans Niessl  |  NOEN, HELMUT FOHRINGER (APA)

Landesgeschäftsführer Robert Hergovich hat mit der konstituierenden Sitzung am Donnerstag nun offiziell die Agenden von Christian Illedits als Klubobmann übernommen und kündigte am Montag an, dass die Beschäftigung das "Herzstück" des neuen Regierungsprogrammes sei.

1.000 Arbeitsplätze netto mehr pro Jahr

"Das klare langfristige Ziel lautet Vollbeschäftigung - mit einem Soll von 1.000 Arbeitsplätzen netto mehr pro Jahr. Dafür haben wir eine Reihe von Maßnahmen fixiert, die in der alten politischen Konstellation mit der ÖVP nicht möglich gewesen wären", erklärte der neue SPÖ-Klubchef. "Das mittelfristige Ziel bis zum Ende dieser Periode: mehr Arbeitsplätze, weniger Arbeitslose - also ein deutlicher positiver Saldo und eine Umkehr der derzeitigen Situation, dass bei steigender Beschäftigung auch die Arbeitslosigkeit steigt."

Als Klubobmann wolle er seinen "ganz persönlichen Stil der Klubarbeit entwickeln", kündigte Hergovich an. Die Klubarbeit werde stark auf Eigenverantwortung aufbauen, jeder Bereichssprecher im SPÖ-Klub - die komplette "Aufstellung" werde demnächst präsentiert - werde sich als Experte für seine Verantwortungsbereich positionieren.

Man wolle noch viel stärker die Richtung "raus zu den Menschen" einschlagen und starte deshalb ab sofort eine Sommer-Offensive, um das neue Regierungsprogramm den Burgenländerinnen undBurgenländern zu vermitteln. "Wir werden jedes Fest, jeden Heurigen, jede Veranstaltung nutzen, um das Regierungsprogramm zu kommunizieren", so Hergovich.

"Arbeitssommer statt Sommerpause" angekündigt

Ein wesentliches Ziel für ihn sei, die Klubarbeit aufgrund der neuen Regierungskonstellation "aktiver, konstruktiver und zielorientierter" zu gestalten. Für die nächsten Wochen kündigte der Neo-Klubobmann einen "Arbeitssommer statt Sommerpause" an. Bereits in der dritten Landtagssitzung am 21. Juli sollen neue Gesetzesinitiativen beschlossen werden.

Zur rot-blauen Regierung meinte der Neo-Klubobmann: "Rot-Blau wird nicht alles anders machen, aber vieles besser." Er denke, "dass wir einen ganz neuen Stil der Zusammenarbeit prägen können. Es wird die Blockaden, das misstrauische Beobachten und Konterkarieren nicht mehr geben, das die ÖVP in frühere Koalitionen eingebracht hat.

SPÖ und FPÖ werden zielorientiert und zügig arbeiten - weil wir die Menschen mit guten Ergebnissen und nicht nur mit dem besseren Marketing überzeugen wollen." Er lade alle Fraktionen zur Zusammenarbeit ein.