Erstellt am 18. Juni 2015, 10:38

Klug bewirbt neuerlich Kasernenunterkünfte. Das Thema Asyl ist am Donnerstag im Nationalrat im Zentrum der Fragestunde an den Verteidigungsminister gestanden. Anlass war das Offert von Ressortchef Gerald Klug (SPÖ), mehrere Kasernen als Flüchtlingsunterkünfte zur Verfügung zu stellen.

 |  NOEN, APA (Jäger)

Dieses Angebot erneuerte der Minister, über den Grund für die Auswahl bestimmter Kasernen gab es jedoch keine Auskunft.

Argumentiert wurde von Klug, dass Kasernenunterkünfte zwar auch keine gute Lösung seien, aber immer noch besser als die Unterbringung "in Zelten in irgendwelchen Wiesen". Rechtlich sei die Nutzung als Asylquartier über ein Verwaltungsabkommen möglich. In der Freistädter Tilly-Kaserne seien jetzt schon 70 Flüchtlinge trotz militärischen Betriebs untergebracht und eine räumliche Trennung sei "problemlos möglich" gewesen.

Dass jetzt die Kasernen in Freistadt, Horn, Vomp, Bleiburg und Tamsweg als mögliche Quartiere ausgewählt wurden, begründete der Minister mit einer gemeinsamen Bewertung aller denkbaren Liegenschaften. Wieso die vom Bundesheer nicht mehr benötigte Kaserne Linz-Ebelsberg, gegen deren Nutzung sich Klugs Parteifreund Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) wehrt, nicht auf der Liste war, beantwortete der Ressortchef nicht.