Erstellt am 05. Juli 2012, 12:10

Kommunalwahl - ÖVP tritt in allen 171 Gemeinden an. Die ÖVP will bei der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl am 7. Oktober im Burgenland in allen 171 Gemeinden antreten. Derzeit stelle man mit 79 Ortschefs 46 Prozent der Bürgermeister im Burgenland, so VP-Chef Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl am Donnerstag.

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Ziel sei es, stärker zu werden: "Wir wollen ganz einfach eine Acht vorne haben", sagte Steindl bei der Präsentation der Spitzenkandidaten des Bezirks Eisenstadt.

Zu den 79 amtierenden Ortschefs kommen noch 93 Vizebürgermeister und Vizebürgermeisterinnen sowie 1.376 Gemeinderäte, davon sind 228 Frauen. Das entspreche einem Anteil von 17 Prozent: "Wir wollen diesen Prozentsatz steigern", erklärte der Landesparteiobmann. 15 Prozent der VP-Mandatare seien Jugendgemeinderäte.

Eine Frauenquote in der Kommunalpolitik habe "keinen Sinn", meinte Steindl. Das Motto laute: "Die besten Persönlichkeiten nach vorne." Er sei sicher, dass die ÖVP in den nächsten Jahren noch mehr Frauen für die Politik motivieren könne: "Das ist ein Prozess, der von heute auf morgen nicht geht", aber er glaube, die ÖVP sei "gut unterwegs".

Im Bezirk Eisenstadt-Umgebung einschließlich der Freistädte Eisenstadt und Rust stellt die Volkspartei derzeit neun Ortschefs, 16 Vizebürgermeister und 205 Gemeinderäte. In der Landeshauptstadt tritt für die ÖVP Stadtchef Thomas Steiner zur Wahl an, der im November des Vorjahres das Amt von Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel übernahm. Die ÖVP wolle in Eisenstadt am 31. August mit der Wahlwerbung beginnen. Er sei "sehr zuversichtlich" für die Wahl, erklärte Steiner. In Hornstein kandidiert JVP-Landesobmann Christoph Wolf an erster Stelle. Als Ziel nannte er den Zugewinn von zwei Mandaten.

ÖVP-"Philosophie" sei, dass der Wahlkampf nicht mit einem zentralen Thema vorgegeben werden könne, erklärte Steindl: "Hier gibt es 171 unterschiedliche Gemeinden, unterschiedliche Interessenslagen. Unsere Spitzenkandidatinnen und -kandidaten wissen ganz genau, auf welche Themen sie setzen müssen."

"Es muss sich niemand von oben einmischen, sondern es braucht richtige Unterstützer", meinte Landesgeschäftsführer Christian Sagartz, der selbst in Pöttsching im Bezirk Mattersburg kandidiert. Die Landespartei sei Partner der Kandidaten in den Gemeinden: "Das allerwichtigste ist, die Motivation zu geben, hier Stärken aufzuzeigen und mit den Menschen vor Ort den Weg weiterzugehen, den sie selbst bestimmt haben", so Sagartz.