Erstellt am 26. September 2012, 00:00

Konflikt im Wald. Jäger ermahnen Sportler / In Ruhegebieten kommt es immer wieder zu Konflikten. Jetzt soll verstärkt Aufklärungsarbeit geleistet werden.

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Von Wolfgang Millendorfer

Nahezu unverändert wurde der Vorstand des burgenländischen Jagdverbandes – mit Landesjägermeister Peter Prieler an der Spitze – auch für die kommenden fünf Jahre bestellt. In dieser neuen Periode stellt Prieler den „Wertewandel in der Gesellschaft“ in den Mittelpunkt – ein Themenkreis, der aktuelle Konflikte nicht ausspart.

„Leider gibt es viele Freizeitsportler, die glauben, der Wald gehöre ihnen alleine“, sagt Peter Prieler im BVZ-Gespräch. Die Folge: Rund um Ruhegebiete geraten Jäger und Freizeitsportler immer wieder aneinander. Prieler und Co. geht es nicht nur darum, dass die Jagd von Sportlern gestört wird, sondern vor allem um den Lebensraum der Wildtiere. Mit verstärkter Aufklärung soll nun auf Problemfelder wie diese hingewiesen werden.

Dazu gehört laut Prieler auch, mit der eigenen Klientel zu arbeiten: „Der Jäger muss eventuell ebenfalls sein Blickfeld ändern und nicht auf Konfrontation gehen, sondern darauf hinweisen, dass es in der Natur nur gemeinsam funktioniert.“ Ebenso sieht es Wolfgang Szorger, Leiter des Sportreferates in der Landesregierung: „Es ist ganz klar, dass sich Freizeitsportler an die Regeln halten müssen, und die meisten tun das wohl auch. Alle anderen müssen sensibilisiert werden.“

Prieler: „Auch die Jäger dürfen nicht ausrasten.“ BVZ