Erstellt am 16. April 2011, 11:02

Konflikt zwischen ÖAAB und Wirtschaftsbund. In der ÖVP beginnt es nach der raschen Entscheidung für den ÖAABler Michael Spindelegger als Parteichef zwischen den Bünden zu rumoren.

 |  NOEN, Erich Marschik
Nachdem Wirtschaftsbund-Obmann Christoph Leitl gestern die rasche Kür deutlich kritisiert hatte, kommt nun der Konter aus dem Arbeitnehmerbund: "Solche unnötigen Kommentare richten sich von selbst und den der sie abgibt", erklärte der niederösterreischen ÖAAB-Obmann Wolfgang Sobotka in einer Aussendung.

Leitl hatte sich schon nach dem entscheidenden ÖVP-Vorstand am Donnerstag kritisch dazu geäußert, dass die Wahl des Nachfolgers von Josef Pröll im Eiltempo durchgezogen worden sei. Gestern legte er in Ö1 nach, als er meinte, man hätte vorher Spindeleggers inhaltliche Vorstellungen anhören müssen, ehe man sich für den neuen Obmann entscheide. Ferner machte Leitl klar, dass er sich auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, wie er aus Oberösterreich und dem Wirtschaftsbund, als Parteichef vorstellen hätte können.

Das passt dem niederösterreichischen Arbeitnehmerbund, dem Spindelegger mehr als ein Jahrzehnt vorstand, sichtlich nicht: "Offenbar haben manche immer noch nicht erkannt in welcher schwierigen Situation die ÖVP derzeit ist. Dafür hat kein Sympathisant und kein Funktionär Verständnis", richtete Sobotka Parteifreund Leitl per Aussendung aus.