Erstellt am 14. Dezember 2011, 00:00

Konkurrenz für Sengstbratl. AMS-POSTEN / Vier Bewerbungen für Geschäftsführung des Arbeitsmarktservice. Auch die zuletzt kritisierte Chefin will bleiben.

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VON DORIS SEEBACHER

Seit 2002 steht Helene Sengstbratl an der Spitze des AMS Burgenland. Nun könnte die dritte Periode der Oberösterreicherin, die aus der Industriellenvereinigung kommt, vor der Tür stehen.

Die Bewerbungsfrist ist bereits abgelaufen. Bewerbungen für ihren und für den Job als Stellvertreter gibt es insgesamt vier – Sengstbratl selbst, ihr jetziger Stellvertreter Manfred Breithofer, eine weitere AMS-Mitarbeiterin sowie Eszter Toth, Projektleiterin des IGR, des Interregionalen Gewerkschaftsrates. Dieser wurde im Jahr 2002 vom ÖGB Burgenland gemeinsam mit ungarischen Gewerkschaften gegründet, um ungarische Arbeitnehmer in Österreich unterstützen zu können.

Massive Kritik gegen Sengstbratl – vor allem von Arbeitnehmerseite – gab es im Mai, als sie im Zuge einer Veranstaltung zur Arbeitsmarktöffnung eine symbolische Arbeitsgenehmigung an Ungarn erteilte. Dass man jedoch aus diesem Grund eine Kandidatin aus den eigenen Reihen bevorzuge, will SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Robert Hergovich so nicht sagen. Er betont, dass Parteipolitik hier „ganz hinten angestellt“ werde, meint aber: „Wir hätten gerne jemanden, der auf die burgenländischen Arbeitnehmer schaut.“

Die endgültige Postenbesetzung beim Arbeitsmarktservice wird voraussichtlich im Februar 2012 durch ein Hearing entschieden werden.