Erstellt am 07. April 2012, 11:42

Kopf rechnet nicht mehr über 30 Prozent. Die ÖVP rechnet angesichts schlechter Umfragewerte offenbar selbst nicht mehr damit, wieder zur Großpartei aufsteigen zu können.

"Obwohl das immer das Ziel sein muss, sind die Zeiten mit einem Dreier vorne für alle Parteien vorbei", sagte Klubobmann Karlheinz Kopf in den "Vorarlberger Nachrichten". Daher würden nach der nächsten Wahl "wahrscheinlich" völlig neue Konstellationen nötig.

Ziel der ÖVP bleibe es freilich, bei der Nationalratswahl 2013 stärkste Kraft zu werden. Bei der Nationalratswahl 2002 hatte die ÖVP noch 42 Prozent der Stimmen erhalten, 2006 waren es nur noch 34 und 2008 stürzte die Partei auf 26 Prozent ab. In Umfragen lag die Partei zuletzt um die 23 Prozent.

Keinen Grund zum Optimismus für die eigene Partei sieht indessen der frühere EU-Kommissar Franz Fischler. Die ÖVP müsse klare Themen setzen, denn derzeit gebe es praktisch kein Thema, das unbestritten ÖVP-Kompetenz sei. Empfehlungen wolle er aber keine geben. "Die Schwierigkeit ist nur, dass es keinerlei Anzeichen gibt, dass sich die ÖVP erfängt. Je deutlicher das wird, umso größer wird der Ruf nach Alternativen werden. Wenn sich die ÖVP nicht bewegt, ist sie tot. Das ist eindeutig", so Fischler in der "Wiener Zeitung".