Erstellt am 13. Mai 2015, 06:15

von NÖN Redaktion

Spital-Streit eskaliert. Auch nach Absage der Wiederöffnung bleibt Landesrat Rezar bei seiner Kritik. Ärzte drohen weiter mit Protesten.

 |  NOEN, Werner Müllner/Gregor Hafner

Die Polit-Debatte reißt nicht ab, seit die feierliche Wiedereröffnung des sanierten Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt abgesagt wurde. Hintergrund ist, wie berichtet, ein Streit um das Budget 2015, das seitens des Landes noch immer nicht bewilligt wurde.

„Enttäuschung und Frustration“ im Orden

Im Orden der Barmherzigen Brüder zeigt man sich „enttäuscht und frustriert“ und kritisiert die Gesundheitsabteilung des Landes: In den Gesprächen würden „ständig neue Hürden aufgebaut und inakzeptable Eingriffe in die Betriebsführung vorgenommen“.



Der Hauptkritikpunkt: Das Land habe den Spitals-Ausbau um 60 Millionen Euro verordnet, stelle nun aber keine Mittel für Personal und Betrieb zur Verfügung. Auch ÖVP und Opposition gehen mit dem zuständigen SPÖ-Landesrat Peter Rezar hart ins Gericht.

„Die Leidtragenden sind die Patienten“

Dieser gibt sich unbeeindruckt und fordert „im Interesse der Steuerzahler die Hausaufgaben ein, die seit Jahren vernachlässigt wurden“. Dabei geht es um den Ausbau der tagesklinischen Leistungen sowie Strukturmaßnahmen, wie die Aufstockung der Betten-Anzahl auf 500.

Rezar: „Das Burgenland behandelt als einziges Bundesland das private Krankenhaus der Barmherzigen Brüder genauso wie die Spitäler der KRAGES.“

Umso brisanter wird die Diskussion, da auch die Ärztekammer nach wie vor mit dem Land ringt: Durch den Ärztemangel häufen sich nicht nur die Wartezeiten, in manchen Abteilungen ist der Betrieb generell gefährdet. „Die Leidtragenden sind die Patienten“, heißt es seitens der Ärztekammer. Ob man in Form von Protesten reagieren wird, ist diese Woche Thema einer weiteren Versammlung.

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