Erstellt am 16. Mai 2011, 14:51

Krankenkassen mit 361,7 Mio. Euro im Plus. Die Krankenkassen haben im Vorjahr einen Überschuss von 361,7 Millionen Euro erzielt, um 84,1 Mio. Euro mehr, als noch im Februar prognostiziert.

Die Krankenkassen haben im Vorjahr einen Überschuss von 361,7 Millionen Euro erzielt, um 84,1 Mio. Euro mehr, als noch im Februar prognostiziert. Das geht aus dem endgültigen Gebarungsergebnis für 2010 hervor, das der Hauptverband der Sozialversicherungsträger am Montag veröffentlicht hat. Auch 2011 könnte ein Jahr mit einem positiven Ergebnis der Krankenversicherungen werden.

Laut Endergebnisse schloss lediglich die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft 2010 mit einem Minus von 14,8 Mio. Euro ab, alle anderen Kassen - und damit erstmals seit vielen Jahren auch alle Gebietskrankenkassen - konnten einen Überschuss verbuchen. Schon im Jahr 2009 hatte die Krankenversicherung einen Überschuss von insgesamt 169,2 Millionen Euro erzielt, nachdem in den Jahren davor zum Teil kräftige Defizite erwirtschaftet worden waren. Unter den Gebietskrankenkassen ist das Plus der Wiener im Jahr 2010 mit 65,6 Mio. am größten, dahinter folgen die Steirische mit 54,9 Mio., die Oberösterreichische mit 37,2 Mio. und die Kärntner mit 28,3 Mio. Euro.

Anders als noch im Februar wird den Krankenkassen nun auch für 2011 ein Positivsaldo im Ausmaß von 44 Mio. Euro vorhergesagt. Negative Ergebnisse werden dabei aber für die GKKs in Wien, NÖ und Salzburg (und damit auch für die Gebietskrankenkassen insgesamt) sowie für die SVA der gewerblichen Wirtschaft erwartet.

"Zufrieden" mit dem Konsolidierungskurs der Krankenkassen zeigte sich der Vorstandsvorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling. Allerdings seien noch weitere Bemühungen nötig. Der Hauptverbands-Chef verwies darauf, dass in den 361,7 Millionen Euro im Vorjahr auch noch die 100 Millionen Euro aus dem Strukturfonds enthalten sind. Dieser wurde von der Politik für die nächsten Jahre auf 40 Millionen reduziert. Der Schuldenstand der Kassen liegt immer noch bei rund 600 Millionen Euro, stellte Schelling zudem klar.