Erstellt am 21. März 2011, 13:24

Krisenstab übt Abläufe bei Katastrophe. Der burgenländische Krisenstab übt seit Jahren Abläufe zu den unterschiedlichsten Katastrophen. Am 13. April findet in der Landessicherheitszentrale in Eisenstadt erneut ein Treffen statt, teilte Landesrätin Verena Dunst (S) bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit.

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Diesmal beschäftigt man sich mit der Annahme, dass eine atomare Wolke über Österreich hinweg zieht. Vor etwa einem Monat habe man das Schwerpunktthema des Planspiels festgelegt. Dass nur wenig später etwa 10.000 Kilometer entfernt tatsächlich eine derartige Katastrophe die Welt in Atem halten werde, sei ein "trauriger Zufall". Um im Burgenland für den Ernstfall gerüstet zu sein, werden jährlich an zwei, drei Tagen die Abläufe durchgespielt.

Ein ähnliches Szenario wie in Japan sei in Hinblick auf umliegende Atomkraftwerke nämlich nicht ausgeschlossen. Deshalb sei auch die jährliche Übung, die heuer zum dritten Mal das Thema Strahlenschutz behandelt, so wichtig. Denn, "das allerwichtigste ist die Koordination der Blaulichtorganisationen", erklärte Dunst, die extra betonte, dass derartige Übungen "nicht erst seit Japan" stattfinden.

Bei den Planspielen sollen auch "einfache Dinge" abgeklärt werden, wie beispielsweise die Verpflegung des Krisenstabs. Die Proben des sogenannten Strahlenalarmschutzplans finden auf freiwilliger Basis und nicht in Echtzeit statt. Das bedeute, dass einzelne Sequenzen öfter wiederholt werden.

Aktuell bestehe im Übrigen keine Gefahr für die Burgenländer, beruhigte Dunst. Wer allerdings Fragen rund um das Thema Japan habe, könne sich bei der bundesweiten Hotline des Innenministeriums unter der Telefonnummer 059133-9500 informieren.