Erstellt am 24. Juni 2015, 05:21

von NÖN Redaktion

Kritik nach „Identitären“-Treffen. Designierter Abgeordneter bei Vortrag der als rechtsextrem eingestuften Bewegung. Auch SPÖ ist nicht erfreut.

Grund für neuen Zwist? FPÖ-Chef Tschürtz (l.) distanziert sich von den »Identitären«, Molnár (r.) war dabei.  |  NOEN, zVg
Dass der Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) die „Identitäre Bewegung“ nach Eisenstadt einlud, sorgte am Samstag für Aufregung.

Molnár auf umstrittener Veranstaltung

Nach dem Heurigentreffen der – laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) als rechtsextrem eingestuften – Bewegung gehen die Wogen einmal mehr hoch. Denn mit Géza Molnár besuchte auch ein zukünftiger FPÖ-Landtagsabgeordneter die umstrittene Veranstaltung.

Auf Anfrage der BVZ meinte Molnár: „Ja, ich war dort. Auch der Verfassungsschutz hat zugehört und gäbe es etwas zu beanstanden, dann würde es den Verein gar nicht geben.“

Tschürtz „alles andere als glücklich“

FPÖ-Chef Hans Tschürtz hatte sich bereits im Vorfeld distanziert und zeigte sich „alles andere als glücklich“. Von den Grünen erntete Molnár heftige Kritik für die „Verharmlosung rechtsextremer Hetzerei“. Dieser meint aber: „Ich lasse mir mein Grundrecht auf Meinungsaustausch nicht verbieten.“

Seitens des künftigen Regierungspartners SPÖ hält Klubchef Robert Hergovich fest: „Ich habe da die gleiche Meinung wie FPÖ-Obmann Tschürtz und bin überhaupt nicht glücklich damit.“ Konsequenzen für den designierten FP-Mandatar Molnár werde es aber keine geben.

BVZ.at hatte berichtet: