Eisenstadt , Oberwart

Erstellt am 26. Oktober 2016, 07:00

von BVZ Redaktion

Polit-Eklat um Oberwarter Künstler Wagner. Der Oberwarter Künstler Peter Wagner beschimpfte Landeschef Hans Niessl in facebook-Posting und legte ihm den Rücktritt nahe.

Künstler Peter Wagner: Derbe Worte über den Landeschef.  |  BVZ

In der Vorwoche wurde es dem Oberwarter Künstler Peter Wagner zu „bunt“, oder besser gesagt zu „rot-blau“. Mit einem Posting auf facebook machte der bekennende Kritiker der SPÖ-FPÖ-Regierung seinem Ärger Luft – und das mit einer wüsten Beschimpfung. Aktueller Anlassfall war die Diskussion rund um den Direktorenposten des ORF Burgenland.

„Autokratischer Führungsstil“: LH-Büro reagiert gelassen

Besonders pikant: In seiner ersten Stellungnahme (Anmerkung: liegt der BVZ vor) wählte Wagner derbe Worte und beschimpfte Landeshauptmann Hans Niessl persönlich. Das Posting war nur wenige Minuten online, ehe es gelöscht beziehungsweise geändert wurde. Die abgeschwächte Version ist auf der facebook-Seite des Künstlers zu sehen.

Landeschef Hans Niessl: Verweis auf Meinungsfreiheit.  |  BVZ

Im Gespräch mit der BVZ präzisiert Wagner, warum er Niessl (SP) zum Rücktritt auffordert und den Grund für sein Posting: „Eine desaströse Medienpolitik, empörende Allianzen, sein Imponiergehabe und autokratischer Führungsstil. Was ich von mir gegeben habe, war – zugegeben – überspitzt formuliert, aber mein Zorn auf Rot-Blau ist mir heilig.“

Im Büro von Landeshauptmann Hans Niessl reagiert man auf das Statement von Wagner gelassen: „Meinungsvielfalt sowie Meinungsfreiheit sind das schönste und wichtigste Gut der Demokratie. Man könnte fast vermuten, dass aufgrund der untergriffigen Formulierungen auf persönlicher Ebene sowie der gewählten Plattform, die Lust nach vermehrter öffentlicher Wahrnehmung nicht unwesentlich war“, sagt Büroleiter Herbert Oschep.