Erstellt am 08. Juli 2015, 06:56

von Wolfgang Millendorfer

Kündigung in den Ferien. 70 Eingliederungshilfen gekündigt. Sorge um Sonderbetreuung von Kindern laut Schul-Präsident Zitz unberechtigt.

Eingliederungshilfe Elfriede Kirnbauer: »Es geht um die Integration.«  |  NOEN, zVg
Als sogenannte Eingliederungshilfen sorgen mehr als 200 Sonderbetreuer im burgenländischen Schulbetrieb für die Integration behinderter und verhaltensauffälliger Kinder. 70 von ihnen wurden nun über die Sommermonate gekündigt.

Künftig soll es Änderungen geben

Laut der Trägerorganisation „Rettet das Kind“ eine übliche Vorgehensweise in den Ferien. Die in der Oberwarter Volksschule tätige Eingliederungshilfe Elfriede Kirnbauer (Foto oben) äußerte gegenüber der BVZ aber die Bedenken ihrer Kollegen: „Wir wissen nicht, ob das Land diese 70 Bescheide auch für das kommende Schuljahr genehmigen wird. Es geht hier nicht nur um Jobs, sondern vor allem um die Integration von 70 Kindern.“

Angefordert werden die Eingliederungshilfen von Eltern und Schulen, die Sozialabteilung sowie eine unabhängige Kommission prüfen die Bescheide.

Hier soll es künftig Änderungen geben, da Eingliederungshilfen vorrangig behinderten Kindern zur Seite gestellt werden sollen. Für die Betreuung verhaltensauffälliger Kinder soll es spezielle Schulungen geben.

„Es geht in erster Linie um eine Qualitätskontrolle“, beruhigt der amtsführende Landesschulratspräsident Heinz Josef Zitz im BVZ-Gespräch.

Nach Prüfung der einzelnen Fälle gebe es weiterhin die nötige Betreuung. Im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Bund werde zusätzliches Geld für die schulische Tagesbetreuung zur Verfügung gestellt.