Erstellt am 31. August 2011, 00:00

Kurioses Nachspiel. VERFAHREN EINGESTELLT / Oberwarts BH-Chef Hermann Sagmeister beschwerte sich nach BVZ-Bericht beim Presserat.

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Ein Artikel der BVZ sorgte vor Kurzem für ein Nachspiel beim Österreichischen Presserat. Die eingebrachte Beschwerde endete allerdings mit einer Verfahrenseinstellung.

Was war geschehen? Am 22. Juni veröffentlichte die BVZ einen Bericht über Oberwarts Bezirkshauptmann Hermann Sagmeister, wonach dieser den üblichen Stau bei der Premiere der Passionsspiele in St. Margarethen mit dem Einsatz seines Blaulichtes „umging“ oder zumindest die Wartezeit verkürzte, dabei wurde er von Augenzeugen beobachtet: Laut Angaben des Chauffeurs betrug die mit Blaulicht zurückgelegte Strecke rund 100 Meter, der Bezirkshauptmann selbst wollte damals auf BVZ-Anfrage nichts davon wissen, dass er beziehungsweise sein Chauffeur mit Blaulicht gefahren sein soll.

Aufgrund dieses Berichtes reichte Sagmeister eine Beschwerde beim Presserat wegen „unfairer Berichterstattung“ ein. Bei der Beschwerde bestätigte der Bezirkshauptmann das Einschalten des Blaulichts. Die Begründung vor dem Presserat: Es sei „Gefahr in Verzug“ gewesen, wovon bei der BVZ-Recherche allerdings nicht die Rede war.

In der Vorwoche wurde das Verfahren dann eingestellt. Damit konfrontiert sagt Sagmeister: „Wir fuhren im Gegenverkehr und niemand hat uns auf der richtigen Spur einreihen lassen. Damit bestand für mich ‚Gefahr in Verzug‘.“